Mein Computer

Unter internetinteressierten Menschen schlug die Nachricht vergangene Woche wie eine Bombe ein: Facebook, das große soziale Netzwerk aus Amerika, kaufte ein anderes Unternehmen für unglaubliche 19 Milliarden Dollar: WhatsApp. Von der Zahl schwirrt einem nicht nur der Kopf, viele von Ihnen werden sich vielleicht auch gefragt haben: "Whats watt?" Daher möchte ich Ihnen kurz erklären, um was es sich bei dieser Software überhaupt handelt.

Vom Prinzip her funktioniert WhatsApp nicht viel anders als die gute alte SMS: Menschen schreiben anderen Menschen oder Menschengruppen eine Nachricht, die dann darauf wieder antworten können. Ein Unterschied zur SMS besteht darin, dass man bei Whats App nicht für jede Nachricht einzeln, sondern eine kleine Jahresgebühr zahlt.

Außerdem bietet WhatsApp Funktionen, die es bei der SMS nicht gibt. Man wird zum Beispiel darüber informiert, ob eine Nachricht übermittelt wurde oder kann auch Inhalte wie Fotos versenden. Alles in allem keine weltbewegenden Zusatzfunktionen, die aber schnell dafür sorgten, dass sich WhatsApp als einer der ersten Anbieter als SMS-Alternative verbreitet hat. Gespeichert werden die Nachrichten bei WhatsApp auf den Rechnern des amerikanischen Unternehmens.

Schon seit längerem gibt es Kritik an der Sicherheit von WhatsApp. Und nach dem Kauf durch Facebook ist diese Kritik nicht leiser geworden. Deshalb schauten sich insbesondere in Deutschland die Menschen schnell nach Alternativen um. Die gibt's wie Sand am Meer. Zu bevorzugen wären daher Programme, die zum Beispiel eine gute Verschlüsselung bieten. Ein Leser schrieb mir und wollte wissen, wie er sein Benutzerkonto bei WhatsApp wieder löschen kann. Dazu reicht es nicht, die App vom Smartphone zu entfernen.

Zuvor müssen Sie unter Einstellungen/Account das Konto löschen, sonst bleiben Ihre Daten auf den Rechnern des Unternehmens gespeichert. Wollen Sie WhatsApp danach wieder nutzen, müssen Sie die Jahresgebühr allerdings ebenfalls erneut zahlen.

Roland Grün ist Redakteur beim Onlineangebot des Trierischen Volksfreunds, www.volksfreund.de. In der Kolumne "Mein Computer" gibt er Tipps zum Umgang mit digitalen Medien. Haben Sie Fragen? Schreiben Sie an: computer@volksfreund.de