Feine Kräuter

Feine Kräuter

Typische Salatkräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Kerbel und Estragon tragen bei unseren Nachbarn in Frankreich den Namen "Fines Herbes" - "Feine Kräuter". Sie können jetzt eingesät werden.

Kerbel, der überwintert hat, geht bereits in Blüte. Man kann ihn auch in blühendem Zustand noch verwenden. Doch wer die ganze Saison hindurch frisches Grün will, sät bis August alle 14 Tage nach. Siedelt man Petersilie neu an, sucht man sich eine Stelle, auf der mindestens vier Jahre keine Petersilie stand. Estragon wird gerne als vorgezogene Pflanze eingesetzt. Allerdings muss man mit Handelsware noch vorsichtig sein: Meist sind die Jungpflanzen im Gewächshaus kultiviert worden und frostempfindlich. Bis zu den Eisheiligen Mitte Mai hält man für solche Exemplare in kalten Nächten am besten ein Vlies bereit. Unproblematisch ist vorgezogener Schnittlauch. Hartlaubige Kräuter wie Thymian, Salbei und mehrjähriges Bohnenkraut haben den milden Winter ohnehin überlebt. Rosmarin wird aus dem Überwinterungsquartier wieder in den Garten gesetzt und fühlt sich neben Oregano wohl. Da sind sie alle beisammen - die "Kräuter der Provence". Sie von den "Feinen Kräutern" zu unterscheiden, ist doppelt sinnvoll: Im Garten lieben sie einen vollsonnigen Standort, der ruhig trocken sein darf, auf eher mageren Böden. Die klassischen Salatkräuter dagegen bevorzugen nährstoffreiche Gartenerde und brauchen es ausreichend feucht. In der Küche verwendet man die "Feinen Kräuter" am besten frisch. Sollen sie Gekochtem Würze verleihen, streut man sie erst am Ende über das Gericht. Die mediterraneren Arten dagegen kann man problemlos mitkochen. Auf Pizza und in Pastasoßen geben sie ihr typisches Aroma ab. Genießen kann man sie natürlich auch frisch - dann aber "fein" zerkleinert. Sie haben eine Frage an unsere Gartenexpertin Kathrin Hofmeister? Schreiben Sie an garten @volksfreund.de Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet auf www.volksfreund.de/kolumne

Mehr von Volksfreund