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Garten
Gesunde Weihnachtskost aus dem eigenen Garten

Kathrin
Hofmeister.
Kathrin Hofmeister. FOTO: Kathrin Hofmeister / TV
Überdie Weihnachtsfeiertage dreht sich viel ums gute Essen, und unser Gesundheitsbewusstsein dürfte sich ruhig mal frei nehmen. Aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, Hippokrates sitze immer mit am Tisch: „Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein und eure Heilmittel eure Nahrungsmittel.“ Von Kathrin Hofmeister

 So die gut 2400 Jahre alten Worte des griechischen Arztes. Kein Problem, Herr Hippokrates! Wir fangen mit Meerrettich auf Rote-Bete-Carpaccio aus Eigenanbau an. Bei Rote Bete lohnt sich die Selbstversorgung besonders, weil man nitratarme Knollen heranziehen kann. Rote Bete und Meerrettich sind gut für die Verdauung.

Aber was an Weihnachten noch viel wichtiger ist: Das Betain aus der Knolle gilt als Stimmungsaufheller.Mit ausgeschütteten Glückshormonen geht es zum Hauptgang.

Zur Weihnachtsgans wird der eingelagerte Rotkohl aus dem Keller geholt. Die in Kohl enthaltenen Senföle wehren Krankheiten ab, stärken das Immunsystem und wirken gegen Erschöpfung. Ob das auch gilt, wenn man vor lauter Völlerei schon schwächelt? Ach, einer geht noch! Bratapfel zum Nachtisch, beispielsweise. Konsequenterweise handelt es sich mit einem Boskop um die lokale Spezialität vom Hausbaum. Der Bratapfel hilft sogar bei Husten und Heiserkeit. Könnte ja vorkommen, dass man zu viel „Oh, du Fröhliche“ gesungen hat. Für das wirksame Hausmittelchen füllt man den Apfel allerdings nur mit Butter und Honig. Im Regelbetrieb genießt man die Bratapfelfüllung mit der Walnussmasse voll ungesättigter Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die ja bekanntlich Gefäßverkalkung verhindern und das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall senken.Zur Gewichtsreduzierung kann man nach den Feiertagen ja ein bis zwei Apfeltage pro Woche einlegen: Nichts weiter zu sich nehmen, als zwei Kilo Äpfel auf fünf Portionen verteilt. Es muss sich ja nicht immer alles ums Essen drehen.

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