Kleine Blume mit großer Strahlkraft

Über die ersten Blumen freut man sich am meisten. Unter den Frühaufstehern ist die Strahlen8anemone eine der schönsten. Kaum zu glauben, dass so viel Anmut so unkompliziert sein kann.

 Kathrin Hofmeister. Foto: privat

Kathrin Hofmeister. Foto: privat

Bevorzugt wächst die blau blühende Art, von der es Sorten in Weiß, Rosa und dunklem Violettblau gibt, auf vollsonnigen Standorten. Sie gedeiht aber auch in lichtem Schatten oder Halbschatten. Nach der Blüte von Februar bis März/April zieht sie langsam ein und braucht keinerlei Pflege. Jegliche Art von Fürsorge, wie man sie im Nutzgarten kennt, wo zwischen den Reihen regelmäßig gelockert und Unkraut gehackt werden muss, ist wie bei allen Zwiebel- und Knollengewächsen sogar schädlich.

Am besten sucht man Gartenecken aus, wo sie sich ungestört ausbreiten können. Im sonnigen Randbereich von Laubhecken mischen sie sich mit Schneeglöckchen, Winterlingen und Lenzrosen. Gerne nisten sie sich zwischen Schneeheide ein. Besonders gut passen sie in den Steingarten. Natursteine speichern Sonnenwärme und geben sie zum Abend ab. Wärmeliebende Strahlenanemonen genießen das.

Wo sie sonst noch hübsch aussehen würden, lässt sich leicht feststellen. Derzeit werden sie blühend im Topf angeboten. Während man im Herbst reichlich Fantasie braucht, um sich vorzustellen, was aus den gepflanzten Knollen wird, sieht man jetzt sofort, was man bekommt.

Ich schätze die Frühlingsware aus einem weiteren Grund: Im Herbst kann es leicht passieren, dass die Zwiebelknollen eingetrocknet sind und schlecht anwachsen. Wer die Strahlenanemonen vor dem Auspflanzen in den Garten erst noch aus nächster Nähe vor dem Küchenfenster oder auf Balkon und Terrasse genießen will, setzt sie zunächst in ein Pflanzgefäß.