Mein GARTEN

"Wer steckt hinter dem Sonnenhut, mit dem ich dich letztes Wochenende auf der Pflanzenbörse im luxemburgischen Stolzemburg gesehen habe?", wollen meine Bekannten wissen. Elton Knight.

Aber ich bin meinen bewährten Purpur-Sonnenhüten nicht untreu geworden. Das Sortiment wurde nur um eine der vielen neuen Sorten erweitert. In ihrer Heimat Nordamerika heißt die als Echinacea bekannte Pflanze wegen ihres auffälligen Hütchens Kegelblume. Der stachelige Kegel ist die eigentliche Blüte. Er färbt sich kupferfarben und hebt sich von den meist waagerecht abstehenden Zungenblüten in Magenta, Pink oder Fruchtfarben ab. Wegen der aufsehenerregenden Wirkung bei absoluter Pflegeleichtigkeit haben es die Spätsommerblüher zu einer der beliebtesten Stauden gebracht. Derzeit werden sie vermehrt in Großcontainern angeboten, die als Balkon- und Terrassenpflanze im Topf bleiben können, oder im Garten jeglicher Stilrichtung ausgepflanzt werden. Meine alten Sorten Rubin stern, Magnus und die weiße Albus kommen seit über zehn Jahren immer wieder. Bei den neueren Sorten in tollen Cocktailfarben fällt die Bilanz ernüchternder aus. Aber warum sollte man sie nicht wie Wechselflor nutzen und den Indian Summer statt in Kanada auf der heimatlichen Terrasse genießen? Während der Blütezeit ist der Purpur-Sonnenhut Rendezvous-Platz sämtlicher Schmetterlinge. Die Blüte dauert nur etwa 14 Tage. Die farbigen Blütenblätter um den Blütenkopf dagegen halten über mehrere Wochen. Und danach ist noch lange nicht Schluss. Fallen die Zungenblüten ab, haben sich die Hütchen braun gefärbt. Wer sie eines Herbstmorgens mit Raureif entdeckt, hat garantiert einen neuen Gartenschwarm. Sie haben eine Frage an unsere Gartenexpertin Kathrin Hofmeister? Schreiben Sie an garten@volksfreund.de. Die für alle Hobbygärtner spannendsten Fragen werden im Volksfreund beantwortet. Mehr dazu unter www.volksfreund.de/garten Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet auf www.volksfreund.de/kolumne