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Mein garten

Kathrin Hofmeister. Foto: privat
Kathrin Hofmeister. Foto: privat
Für die einen ist der Flieder das schönste Muttertagsgeschenk. Für die anderen Signalpflanze, etwas ganz anderes nicht zu vergessen: "Wenn der Flieder blüht, müssen die Kartoffeln in der Erde sein", heißt es im Elsass.

Ein Duftwunder stellt der Romantiker unter den Blütensträuchern für alle dar. Sein Parfüm holt sich wohl jeder gerne ins Haus. Damit die Blumen lange in der Vase halten, gibt es zwei Tricks. Die einen schwören darauf, das Schnittende der holzigen Blütenstängel mit dem Hammer faserig zu klopfen. Die anderen raten dazu, die Blätter zu entfernen, sie abgetrennt von den Blütenständen in die Vase zu stellen und die dicken Stielenden der Blütenstängel vorher kurz in kochendes Wasser zu tauchen. Beim Thema Schnitt des beliebten Gartenstrauches gibt es ebenfalls zwei Lager. Die einen sagen, man solle eingewachsene Büsche nicht regelmäßig zurückschneiden, weil die Blütenknospen für das folgende Jahr bereits im Sommer angelegt werden. Andere behaupten, die Rispen müssten unbedingt gleich nach der Blüte über zwei kräftigen Seitenknospen zurückgeschnitten und die höchsten Zweige gleich mit ausgelichtet werden. Nur das halte ihn in Form und helfe dem Strauch, seine Kraft nicht unnötig in die Samenbildung zu stecken. Ich bin froh, dass es wenigstens zu den Bodentrieben eine einhellige Meinung gibt: Sie sollten, wie die Wildtriebe an Rosensorten, sofort entfernt werden. Allerdings tauchen sie nur bei veredelten Sorten auf. Züchter, deren Fliedersorten aus Grünstecklingen im Labor gezogen werden, kennen das Problem gar nicht mehr. Ist das jetzt ein Geschenk an die Gartenwelt? Sie haben eine Frage an unsere Gartenexpertin Kathrin Hofmeister? Schreiben Sie an garten@volksfreund.de. Die für alle Hobbygärtner spannendsten Fragen werden im Volksfreund beantwortet. Mehr dazu unter www.volksfreund.de/garten Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet auf www.volksfreund.de/kolumne