mein garten

Auf eine Möglichkeit, den Rasen ein letztes Mal vor dem Winter kurz zu schneiden, warte ich wie andere auf den Friseurtermin. Die für November ungewöhnlich milden Temperaturen haben das Gras sprießen lassen.

Noch einmal gemäht kommt der Rasen am besten durch die kalte Jahreszeit. Auch das Falllaub muss man ihm aus dem Grashaar kämmen. Unter Blättern neigt Rasen zum Faulen und vermoost leichter. Ist das Laub zusammengerecht, stellt sich die Frage, wohin damit? Eine Menge Blattwerk sammele ich in Kartoffelnetzen. Sobald die ersten Frostnächte drohen, packe ich die Laubsäcke schützend um Kübelpflanzen, die draußen überwintern können. Das federt starke Temperaturschwankungen ab. Wer eine Blütengehölzhecke besitzt, kann einen Großteil als Laubmulch unter die Hecke kehren. Schließlich gibt Laub dem Garten Humus und Nährstoffe zurück. Die Regenwürmer freuen sich und setzen den Rohstoff in Erde um, die mit allen wichtigen Elementen für ein gesundes Pflanzenwachstum angereichert ist. Einen festen Platz sollte Herbstlaub auch in schattigen, waldgartenähnlichen Partien haben. Viele bodendeckende Stauden sind wahrhafte Laubschlucker. Über die "Gefräßigkeit" des Kaukasus-Beinwell, der Buntnesseln und des Haselwurzes wundere ich mich immer wieder. Solche teppichbildenden Stauden haben den großen Vorteil, dass man sich um ihr Äußeres keine Gedanken zu machen braucht. Mit ihrem wintergrünen Laub sehen sie sogar um diese Jahreszeit noch perfekt "gestylt" aus. Kathrin Hofmeister Sie haben eine Frage an unsere Gartenexpertin Kathrin Hofmeister? Schreiben Sie an garten@volksfreund.de. Die für alle Hobbygärtner spannendsten Fragen werden im Volksfreund beantwortet. Mehr dazu unter volksfreund/garten