Mein GARTEN

Vor dem Wintereinbruch soll der Garten aufgeräumt sein. Noch mal Ordnung schaffen, bevor sich eine Schneedecke auf die schlafenden Pflanzen legt.

Doch bei den ornamentalen Gräsern hört der Gartenputz auf. Sie werden jetzt noch nicht heruntergeschnitten. Man würde sich um die schönsten Wintererlebnisse bringen. Während Laubgehölze die letzten Blätter abwerfen, stehen Gräserhorste weiter gold- und kupferfarben da. An Graswedeln heften sich Eiskristalle an und blitzen im Sonnenlicht wie Edelsteine. Ziergräser gehören zu den Winterschätzen. Die meisten sind absolut frosthart und man muss nichts weiter tun, als sich an ihren Silhouetten zu erfreuen. Nur beim Pampasgras wird es höchste Zeit, das Herz zu schützen. Das imposante Gras mit den flauschig weißen Wedeln stammt aus der südamerikanischen Pampa, jener flachen Graslandebene zwischen dem Atlantik und den Anden. Mit Minusgraden von zwölf Grad und tiefer käme es klar. Was ihm zu schaffen macht, ist die Winternässe. Deshalb bindet man die imposanten Horste zeltartig zusammen. Wie bei einem Reetdach laufen Regenwasser und Schneeschmelze außen ab. Das Innere bleibt geschützt und kann nicht faulen. In strengen Wintern hilft eine zusätzliche Schutzhülle aus Schilfmatten. Manchmal sieht man auch Chinaschilf wie ein Tipi zusammengebunden. Das ist nur bei hohen Sorten in schneereichen Gegenden notwendig. Chinaschilf ist absolut robust. Die Schneeflocken schütteln die Kleine Fontäne und Co. von selber aus dem Grasgefieder. Denn mit jedem Windhauch geraten die dekorativen Halme und Wedel in Bewegung. Gräser verleihen dem winterlichen Garten eben erstaunliche Lebendigkeit. Sie haben eine Frage an unsere Gartenexpertin Kathrin Hofmeister? Schreiben Sie an garten@volksfreund.de. Die für alle Hobbygärtner spannendsten Fragen werden im Volksfreund beantwortet. Mehr dazu unter volksfreund/garten Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet: volksfreund.de/kolumne