Mein garten

Zum letzten essbaren Grün, das auf den Gemüsebeeten ausharrt, gehört der Feldsalat. Seine Blattrosetten sind winterhart.

Was aber, wenn der Winter sich darauf kapriziert, dem Aprilwetter das Wasser zu reichen. TV-Gartenleser Eckart Leipprand aus Trier schickte ein Bild, auf dem sein schöner Feldsalat von Grauschimmel befallen ist. Die Pilzerkrankung wird durch einen Botrytis-Pilz verursacht. Unter extrem feuchten Bedingungen tritt er bevorzugt auf. Zwar arbeiten Züchter daran, Sorten mit einer besonderen Widerstandskraft gegen Pilzkrankheiten auszulesen. Und erfahrene Hobbygärtner haben natürlich für die Ernte bis in den Februar Sorten für den ganzjährigen beziehungsweise Winteranbau im Freiland gewählt. Aber in so einer Rapunzel steckt man halt nicht drin. Sobald sich ein Befall zeigt, sollte man die komplette Fläche abräumen. Ein paar unversehrte Rosetten lassen sich immer retten. Es gibt derzeit nicht viel Frisches aus heimischen Kulturen, das so viel Vitamin C enthält. Gilt das Baldriangewächs Feldsalat doch als geeignetes Mittel, Frühjahrsmüdigkeit zu vertreiben. Ganz im Gegensatz zur Verwandtschaft: Baldrian beruhigt bekanntlich. So wie Baldrian- tropfen Aufregung lindern, würde ich versuchen, den ärgerlichen Zustand, dass sich Pilzsporen im Boden halten, mit Gesteinsmehl zu kurieren. Überall dort, wo der kranke Feldsalat stand, kann man sofort Gesteinsmehl ausstreuen. In der nächsten Saison sollte man an dieser Stelle keinen weiteren Feld- oder auch andere Salate anbauen. Fruchtwechsel bietet den Pilzkrankheiten weniger Angriffsfläche. Vielleicht lässt sich das grüne Gemüse zur Vorbeugung sogar kurzfristig einmal von Blumen vertreten. Sie haben eine Frage an unsere Gartenexpertin Kathrin Hofmeister? Schreiben Sie an garten@volksfreund.de. Die für alle Hobbygärtner spannendsten Fragen werden im Volksfreund beantwortet. Mehr dazu unter volksfreund/garten. Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie im Internet: volksfreund.de/kolumne