Mein Garten

Weg mit den braunen Trieben! Friseurtermin für diverse Gehölze: Jetzt mag man die Tristesse aschfahler Winterfarben nicht mehr sehen. Und für stehen gelassene Staudenfruchtstände und einige Gehölze wird es höchste Zeit, geputzt und gestutzt an den Start zu gehen.

Bodennah kappe ich alle ausgeblichenen Ziergräser. Die wintergrünen Schwingel werden nur ausgekämmt. Das funktioniert tatsächlich mit einem Kamm oder in Handarbeit. Dann geht es an die beliebte Japanische Weide Hakuro Nishiki mit dem buntscheckigen Laub. Die frischen, mahagonifarbenen Ruten leuchten zwar gerade besonders hübsch. Doch um die Weide dekorativ zu halten, sollte man die Triebe jetzt bis auf einen Stummel über dem alten Holz zurückschneiden. Hängeformen der Kätzchenweide schneidet man dagegen erst nach der Blüte auf fünf Zentimeter lange Zapfen. Einen scharfen Schnitt verträgt auch das Boden deckende, immergrüne Johanniskraut. Sieht es vom Winter zu mitgenommen aus, kürze ich es bis knapp handbreit über dem Boden ein. Bis zum Sommer ist es wieder dicht und blüht umso üppiger. Das gleiche Phänomen zeigt der Sommerflieder. Das ist der, an dem im August immer so viele Schmetterlinge sitzen. Nach einem radikalen Vorfrühlingsschnitt mausert er sich rasch zum Blütenkönig im Sommergarten. Wer sich wundert, das von seinem Sommerflieder nicht behaupten zu können, der hat möglicherweise eine andere Art im Garten stehen. Der Schmalblättrige Sommerflieder - erkennbar an den schleppenartig hängenden Zweigen - will, wenn überhaupt, nur mäßig und nach der Blüte geschnitten werden. Mit Lavendel und Heiligenkraut warte ich bis die Forsythien blühen. Die gelbe Pracht gilt auch als Startsignal für den Rosen- und ersten Rasenschnitt. Sie haben eine Frage an unsere Gartenexpertin Kathrin Hofmeister? Schreiben Sie an garten@volksfreund.de