mein garten

Herr Hauser ist wieder aktuell. Das ist der Herr, der sich zwischen vier Jahreszeiten entscheiden soll: "Kurz und knapp, Herr Hauser! Bitte: welche?" Er entscheidet sich für die fünfte.

Genau genommen ist es sein Erfinder, der Schriftsteller Kurt Tucholsky, der die Zeitspanne, in der "die Natur den Atem anhält" zur schönsten Jahreszeit erklärt. Jeder merkt derzeit, wie "so vier, so acht Tage" nichts passiert, bis man "eines Morgens den Herbst riecht". Das ist das Zeichen für die Pflanzsaison. Aber wie findet man die besten Pflanzen? Die Pflanzen sollten gleichmäßig verzweigt gewachsen sein. Verkahlte Triebe und moosige Topfränder weisen auf zu alte Pflanzen hin. Auch beim Substrat sollte man aufpassen. Werden Stauden und Gehölze in zu leichtem Torfsubstrat schnell hochgezogen, haben sie meist Probleme, in schwereren Gartenböden klarzukommen. Tauscht man Pflanzen über den Gartenzaun, sollte man darauf achten, keine Unkräuter mit einzuschleppen. Brigitte Neumann aus Trier berichtet vom gefürchteten Giersch, der aus einem vernachlässigten Garten eingewandert ist. Die einzig giftfreie wirksame Methode, die ich kenne, um sich des Wucherers zu entledigen, ist das Abdecken mit lichtundurchlässiger Folie. Aber dann nicht nur "eine ganz kurze Spanne Zeit im Jahr", sondern mindestens zweimal vier Jahreszeiten lang. Sie haben eine Frage an unsere Gartenexpertin Kathrin Hofmeister? Schreiben Sie an garten@volksfreund.de. Die für alle Hobbygärtner spannend sten Fragen werden im Volksfreund beantwortet. Mehr dazu unter www.volksfreund.de/garten Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet auf www.volksfreund.de/kolumne