Mein GARTEN

Der Weg vom Präriebeet bis zum Bauerngarten ist derzeit eine einzige Naschmeile. Mit ihrem unvergleichlichen Duft locken die Phloxblüten.

Sie sind Fingerfood im wahrsten Sinn. Ein paar der essbaren Einzelblüten in appetitlichen Pastelltönen zupfe ich mir als Dekoration von Süßspeisen und Biskuitrollen. Zum Blütenimbiss im Vorbeigehen dagegen bevorzuge ich die Mexikanischen Duftnesseln (Agastache mexicana). Sie schmecken wie reine Lakritze. In Richtung Anis-Tee geht die blaublütige Verwandtschaft der Minz-Agastache (A. rugosa). Vollständig im Gesundheitssektor bin ich bei den Indianernesseln (Monarda) angekommen. Das würzige Aroma ihrer auffallenden Lippenblüten, die wie der Federschmuck eines Apachen vom Blütenkopf abstehen, variiert je nach Sorte. Ein rosafarbener Sämling der Wildart (M. didyma) ist ein echter Rachenputzer. Bezeichnenderweise spricht man bei der üblicherweise rot blühenden Indianernesselart von Staudiger Bergamotte. Ich werde sie heute dem Schwarztee zugeben. Earl Grey zum Fünf-Uhr-Tee aus eigener Produktion macht sich so gut wie Eiswürfel mit eingefrorenen Duftgeranien- und Borretschblüten im Sommergetränk. Dazu entferne ich den Großteil des Blütenstiels und alle grünen Teile. Die Blüten dürfen nur so groß sein, dass sie in die Eiswürfelfächer passen. Ist die Eiswürfelschale zur Hälfte mit Wasser, Limonade oder Fruchtsaft gefüllt, legt man die Blüten ein. Am besten gelingt das mit einer Pinzette. Anschließend im Eisfach gefrieren lassen. Erst danach füllt man die Eiswürfelfächer randvoll und stellt sie bis zur Verwendung zurück ins Tiefkühlfach. Sie haben eine Frage an unsere Gartenexpertin Kathrin Hofmeister? Schreiben Sie an garten@volksfreund.de. Die für alle Hobbygärtner spannend sten Fragen werden im Volksfreund beantwortet. Mehr dazu unter www.volksfreund.de/garten Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet auf www.volksfreund.de/kolumne