Mein Garten

Feucht-fröhlich war vor drei Tagen. Aber für Zimmerpflanzen darf es im neuen Jahr ruhig spritzig weitergehen.

Die Heizung trocknet die Raumluft aus. Vor allem Farne und Palmen genießen es, regelmäßig mit einem Wasserzerstäuber besprüht zu werden. Das Wasser sollte zimmerwarm sein und möglichst kalkarm, damit sich keine Kalkflecken auf den Blättern ablagern. In der lichtarmen Zeit fällt es den Stubenhockern ohnehin schwerer, Sonnenlicht mittels Blattgrün in Energie umzuwandeln. Sind die Blätter verstaubt, sinkt der Effizienzgrad weiter ab. Fürsorgliche Zimmerpflanzengärtner gehen dann mit einem feuchten Lappen über die Blätter eines Gummibaums und seiner Artgenossen. Einige Zimmerpflanzen legen im Winter eine Ruhezeit ein. Ohne Wachstum brauchen sie keine Düngung und weniger Wasser. Mancher gut gemeinte Extraschluck in der warmen Stube kann das Gegenteil von dem bewirken, was man eigentlich bezwecken wollte. Steht eine Pflanze zu nass, bekommen die Wurzeln keinen Sauerstoff mehr. Der einsetzende Blätterfall wird fälschlicherweise als Alarmsignal von Durst gedeutet. Wer jetzt erneut zur Gießkanne greift, riskiert, die Pflanze zu ersäufen. Einer meiner guten Vorsätze fürs neue Jahr lautet daher: Vor jedem Gießen mit dem Finger prüfen, ob die Erde wirklich trocken ist. Doch was tun, wenn die Oberfläche verkrustet ist, und man gar nicht in den Wurzelbereich vordringt? Dann kommt der Gabeltrick zum Zuge: Obere Erdschicht mit einer alten Gabel lockern. Vorsicht: Die Wurzeln dürfen nicht beschädigt werden. Kann das Gießwasser besser versickern, fühlen sich die Zimmerpflanzen wieder wohl. Sie haben eine Frage an unsere Gartenexpertin Kathrin Hofmeister? Schreiben Sie an garten@volksfreund.de. Die für alle Hobbygärtner spannendsten Fragen werden im Volksfreund beantwortet. Mehr dazu unter volksfreund/garten. Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie im Internet: volksfreund.de/kolumne