Mein GARTEN

"Was für ein niedliches Mützchen", sage ich zur strickenden Freundin. "Wer bekommt das denn zu Weihnachten geschenkt?" "Das", antwortet sie stolz und hebt die stulpenartige Handarbeit hoch, "das bekommt der Weihnachtskaktus.

" Wie bitte? Ja, ob ich noch nichts von der neuen Masche gehört habe, Blumentöpfe in Gestricktes und Gehäkeltes zu stecken?! Jetzt, wo sie es sagt: Wie ist das denn mit den eingestrickten Verkehrsschilder-Stangen und Lampenmasten in unseren Städten? Überlegt man da nicht für einen Moment, wie sich so ein farbiger Ringelstrumpf an den Baumstämmen im tristen Wintergrau des eigenen Gartens ausnehmen würde? Persönlich bevorzuge ich die traditionelle Variante: Seit ich in einem Eifeler Garten den Kletterrosenbogen mit zapfenbehangenen Fichtenzweigen eingerüstet gesehen habe, bin ich wieder zum ursprünglichen Einwintern mit dicker Laubpackung und Nadelgehölzzweigen übergegangen. Es sieht halt am natürlichsten aus. Auf der Terrasse dagegen, mache ich gerne mal den Christo. Der Künstler ist spätestens mit der Verhüllung des Reichstages berühmt geworden. Notwendige Winterverpackungen können die winterharten Kübelpflanzen und Rosenhochstämmchen verschönern. Im Handel werden neben den üblichen Sackleinen bereits ebenso dekorative wie kostspielige Wollfilz-Varianten samt Kordeln und Schleifen angeboten. Bislang war es so mild, dass ich lediglich die winterharten Containerpflanzen in ein Laubbett eingeschlagen habe, für die noch kein Pflanzplatz gefunden ist. Aber für den Fall, dass längere Perioden mit Minusgraden drohen, liegen die Kokosmatten bereit. Und so wie die Mütze den Kopf schützt, decke ich die Erde mit einer Kokos-Scheibe ab. Das ist bei Nässe jetzt schon sinnvoll. Sie haben eine Frage an unsere Gartenexpertin Kathrin Hofmeister? Schreiben Sie an garten@volksfreund.de. Die für alle Hobbygärtner spannendsten Fragen werden im Volksfreund beantwortet. Mehr dazu unter volksfreund/garten Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet: volksfreund.de/kolumne