Mein GARTEN

Der Rasen ist ein Prestigeobjekt. Schon die erste Generation von Rasenmähern konnten sich nur die reichsten englischen Lords leisten - eine Herde von Schafen.

Seitdem hat sich viel getan. Die Herren über den Rasen hüten jetzt Aufsitzmäher - ab 3000 Euro aufwärts. Hanglagen grast ein Luftkissenmäher ab - man blättert um die 600 Euro hin. Als emsige Arbeitstiere werden Roboter eingesetzt - mit 1350 Euro ist man dabei. Ein Leitkabel grenzt deren Terrain ein. Innerhalb dieses definierten Bereichs hält der Mähroboter die Bahnen selbstständig kurz. Ich weiß nicht, ob ich das leise Surren einem lauten Blöken wirklich vorziehen will. Du würdest wohl am liebsten wieder eine Ziege am Strick führen, wird gestichelt. Aber über unseren Moosrasen könnte die Ziege nur meckern. Gegen Moos hilft Kalken. Garten- oder Algenkalk neutralisiert saure Böden. Weisen Böden einen pH-Wert unter 6,5, bei leichten Sandböden unter 5,5 auf, tun sich Gräser schwer und Moose leicht. Elisabeth Schlöder fragte per Mail, ob man Kalk vor einer Rasenneusaat oder später ausbringt. Egon Weyand aus Butz weiler wollte wissen, ob es richtig war, nebst Neusaat und Düngemittel zusätzlich Kalk aufzubringen. Gekalkt wird vor der Rasenneusaat, am besten gleich nach dem Vertikutieren. Bis zum Düngen und Säen lässt man acht bis 14 Tage vergehen. Der Kalk sollte sich aufgelöst haben. Bei trockenem Wetter bedeutet das ausreichend wässern. In Schattenlagen hilft alles Kalken nichts. Hier empfehlen sich bodendeckende Schatten stauden. Oder man denkt asiatisch: Denn in der fernöstlichen Gartengestaltung bringen Mooslandschaften Anerkennung. Sie haben eine Frage an unsere Gartenexpertin Kathrin Hofmeister? Schreiben Sie an garten@volksfreund.de. Die für alle Hobbygärtner spannend sten Fragen werden im Volksfreund beantwortet. Mehr dazu unter www.volksfreund.de/garten Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet auf www.volksfreund.de/kolumne