Mein Garten

Kinder an Bord. Nach wenigen Kilometern die Frage: Wann sind wir da? Ablenkungsmanöver: Essen! Der Sohnemann reißt eine Tüte auf und beginnt zu futtern.

Getrocknete Cranberries. Er ist von alleine auf den Geschmack der Vitamin- C-reichen Früchte gekommen. Ich musste ihm nicht einmal erzählen, das sei etwas für echte Männer. Mit dem Saft der Cranberries haben sich die Indianer Nordamerikas die Wunden ausgewaschen. Die Beeren enthalten entzündungshemmende Stoffe. Dann die Frage: Kannst du die im Garten anbauen? Als Wellnessfrüchte zum Selberernten werden sie tatsächlich in Handelskatalogen angepriesen. Ähnlich hatten es schon die amerikanischen Siedler probiert. Sie schwätzen den Europäern ihre Cranberries für den Eigenanbau auf: "Eine leicht zu kultivierende und wenig kostspielige Pflanze." Das war schlichtweg gelogen. Unter Freunden geht das gar nicht. Vielleicht hatten die Auswanderer aber auch nur vergessen, dass ihren Brüdern und Schwestern in der Alten Welt die Sumpfgebiete Neuenglands fehlten. Ein kleiner Cranberry-Sumpf wäre natürlich eine nette Idee für den Heidegarten. Einen sauren und feuchten Boden brauchen die eng mit der Preiselbeere verwandten Cranberriepflanzen. Aber mit ein bisschen Rhododendronerde ist es nicht getan. Es wäre ratsam, Bienen zu halten. Cranberryblüten müssen bestäubt werden, um Beeren anzusetzen. Aber was wäre andererseits, wenn wir eine Schwemme hätten? Jeden Tag Cranberries: Als Beilage zu Wildgerichten, in herzhaften Würzsaucen, Cranberries im Reis, Cranberries in Couscous, als Fruchtaufstrich, in allen Süßspeisen. "Und zum Naschen darfst du nicht vergessen", ergänzt der Cranberryfan und zerknüllt die leer gefutterte Tüte. Sie haben eine Frage an unsere Gartenexpertin Kathrin Hofmeister? Schreiben Sie an garten@volksfreund.de. Die für alle Hobbygärtner spannendsten Fragen werden im Volksfreund beantwortet. Mehr dazu unter www.volksfreund.de/garten , Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet auf www.volksfreund.de/kolumne