Mein Garten

Sich einmal im Jahr wie der Kaiser von China fühlen: Die Magnolienblüte macht\'s möglich! Im alten China waren Magnolien den kaiserlichen Gärten vorbehalten. Meine eindrucksvollste Begegnung mit Magnolien war - natürlich abgesehen von der Magnolienblüte an der Mosel - in der Stuttgarter Wilhelma.

Die meisten Besucher kommen wegen der Elefanten und Nashörner. Aber wenn sie wüssten, welche Urzeit-Geschöpfe in den exotisch anmutenden Gehölzen stecken! Sie blieben so ehrfürchtig davor stehen wie vorm Löwengehege. Über 100 Millionen Jahre Entwicklungsgeschichte stellen die Pioniere der Blütenpflanze zur Schau. Zum Beispiel, die nicht verwachsenen Blütenblätter: Ein untrügliches Zeichen der Anfänge von den Nackt- zu den Bedecktsamern. Was in den Baumkronen wie eine Schar flamingofarbener Vögel wirkt, geht auf das Phänomen zurück, dass die Blüten vor dem Blattaustrieb erscheinen. Das steigert den Farbeffekt und macht Magnolien zu wirkungsvollen Blütengehölzen vor jeglicher Form von architektonischen Bauten. Eine architektonische Umgebung bietet dem beliebten Stadtbaum und Paradegroßstrauch vorm und hinterm Haus zudem einen gewissen Schutz vor Wind und Frösten. Nur mit der Baumscheibe hat es seine Tücken. Magnolien wurzeln sehr flach. Daher darf man sie nicht zu tief pflanzen. Zwiebelblumenteppiche würden die großen, dickfleischigen Blütenblätter, die teils schon elegant zu Boden rieseln, achtlos als Fußabstreifer benutzten. Also: Die Fläche um den Stamm besser frei lassen. Bestenfalls könnte man sich eine chinesische Steinlaterne vorstellen oder eine aus Stein gemeißelte Schildkröte. Sie haben eine Frage an unsere Gartenexpertin Kathrin Hofmeister? Schreiben Sie an garten@volksfreund.de. Die für alle Hobbygärtner spannendsten Fragen werden im Volksfreund beantwortet. Mehr dazu unter www.volksfreund.de/garten Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet auf www.volksfreund.de/kolumneExtra

Der Landesverband Saar-Mosel der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur hat die Aktion "Wir pflanzen einen Baum für Dich" ins Leben gerufen. Wer einen Ort hat oder kennt, an dem ein Baum fehlt, kann sich bewerben und gewinnt mit etwas Glück die immer wichtiger werdenden Feinstaubfänger, CO{-2}-Speicher und grünen Klimaanlagen. Info unter www.dggl.org, Landesverband Saar-Mosel, Aktion Baum, Telefon 0651/14546-16. Die Anmeldefrist endet am 15. Juni 2014. kf