mein Garten

Kaum ist die WM vorbei, wollen es die Jungs schon wieder wissen. "Bring die kleinen roten Teufelchen mit", sagen sie und meinen nicht den FC Kaiserslautern, sondern Chili für den Kick.

Mir kommt das spanisch vor - nicht, weil die ersten Paprikawildformen nach Kolumbus Entdeckung von Amerika nach Spanien gelangten - sondern das Spiel mit dem Feuer. Paprikasorten teilt man nach ihrem Schärfegrad von eins, ganz mild, bis zehn, höllenscharf, ein. Tabasco beispielsweise hat Schärfe neun. Habaneros sind mit Schärfe zehn nur als Gewürz zu verwenden. Die schärfsten Peperoni sind den Teilnehmern der Verzehr-Olympiaden gerade recht. Wer seine wärmeliebenden Nachtschattengewächse mit Erfolg kultiviert hat, kann um diese Zeit bereits erste Früchte ernten. Macht sich Enttäuschung breit, könnte es am Platzmangel liegen. Ausgepflanzt werden kleinere Sorten auf vierzig mal fünfzig Zentimeter. Ein 15-Liter-Topf darf es da durchaus sein. Im begrenzten Pflanzraum ist das kontinuierliche Nachdüngen, zum Beispiel mit Flüssigdünger, besonders wichtig. Pflanzenjauchen düngen und stärken die Pflanzen zugleich. Aus dem ökologischen Landbau kommt die Empfehlung, mit Horngrieß oder Phytogrieß, einem pflanzlichen NPK-Dünger (N steht für Stickstoff, P für Phosphor und K für Kalium), zu düngen. Werfen Paprikapflanzen, zu denen Chili und Peperoni gehören, ihre Blüten ab, sind sie zu trocken geworden. Gleichmäßige Wassergaben sind das A und O der Paprikakultur. Und noch eine Vorliebe haben die Nachtschattengewächse: Anstelle von kalkhaltigem Gießwasser verwendet man besser Regenwasser. Zum Löschen eignet sich Wasser übrigens nicht, wenn man zu scharfe Chili gegessen hat. Dann trinkt man besser Fetthaltiges wie Vollmilch. Sie haben eine Frage an unsere Gartenexpertin Kathrin Hofmeister? Schreiben Sie uns an garten@volksfreund.de Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet auf <%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de/kolumne" class="more" text="www.volksfreund.de/kolumne"%>