MEIN GARTEN

Eine Freundin hat mich zu einer Wohnungsbegehung mitgenommen. Jetzt will sie einen Rat zur Gartengestaltung.

Im Garten ist es im Grunde nicht anders als bei der Suche nach dem perfekten Zuhause. Die Raumaufteilung muss passen. Dazu fragt man sich als Erstes, welche Wünsche und Vorstellungen habe ich. Dann sucht man die geeignete Ecke dafür. Träumt beispielsweise die ganze Familie von einem Picknickplatz, bietet sich eine halbschattige Ecke im hinteren Gartenteil an. Der Wunsch nach einem Kräutergärtchen dagegen wird besser an einem sonnigen Platz in Küchennähe realisiert. Würz- und Teekräuter will man schließlich schnell zur Hand haben. Den persönlichen Rückzugsort könnte man hinter einer Hecke verstecken. Hat jede Idee einen konkreten Platz bekommen, merkt man schnell, dass unterschiedliche Räume die Spannung steigern. Durch geheimnisvolle Nischen und separate Bereiche erscheinen kleine Gärten doppelt so groß. Und wie wäre es, mit unterschiedlichen Niveaus zu spielen: Der Sitzplatz könnte erhöht auf einem Holzdeck liegen. Ein Senkgarten bietet Pflanzfläche auf mehreren Stufen. Ein Wechsel im Bodenbelag hebt Lieblingsbereiche hervor. Auf horizontaler Ebene trennen Hecken die Gartenzimmer voneinander. Denkbar sind auch Sichtschutzwände, frei wachsende Gehölze oder hohe Stauden und Gräser. Raumbildung hat noch einen Vorteil: Man kann einen Gartentyp, der nicht zum Gesamtstil der Umgebung passt, problemlos integrieren. Plötzlich funktioniert auch ein nostalgisches Rosenzimmer in einer modernen Reihenhaussiedlung oder der asiatische Kiesgarten im Eifeldorf. Auf die Kommentare bei einer Gartenbegehung darf man dann gespannt sein. Sie haben eine Frage an unsere Gartenexpertin Kathrin Hofmeister? Schreiben Sie an garten@volksfreund.de. Die für alle Hobbygärtner spannendsten Fragen werden im Volksfreund beantwortet. Mehr dazu unter www.volksfreund.de/garten , Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet auf www.volksfreund.de/kolumne

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