Mein garten

Jetzt müsste man überall gleichzeitig sein: Am austreibenden Rittersporn mit der Schneckenkorndose in der Hand. Dann sollte man ans Antreiben der Kartoffelsetzlinge denken.

Bei sieben Grad Celsius brauchen die tollen Knollen etwa sechs Wochen. Bei 15 Grad vier bis fünf. Vorgetriebene Knollen gelten als robuster und widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten wie der gefürchteten Krautfäule. Das Vortreiben der Tomaten- und Chilipflanzen unter Glas darf man auch nicht versäumen. Gleichzeitig hat im Freiland die Saatsaison begonnen. Schleunigst müsste ich über der ein Zentimeter tiefen Rille für den Spinat im Gemüsebeet stehen. Das Beet hätte natürlich auch schon längst aufgelockert gehört. Auf der Samenpackung steht zwar, ich könne mir mit dem Spinat bis Anfang Mai Zeit lassen. Erfahrene Küchengärtner erzählen mir aber etwas anderes: "Spinat musst du in den kühlen Wochen des Frühlings aussäen, bis spätestens Mitte April. Nur dann entwickelt er richtig Blattmasse." Spinat ist eine Langtagspflanze. Werden die Tage wieder länger, bildet er Blüten. Und auch wenn es ihm zu warm ist, schosst er leicht. Außerdem kann man die Beete durch die frühe Aussaat optimal nutzen. Deckt man die Saaten mit Vlies ab, ist der Spinat in acht bis zehn Wochen erntereif. Damit macht er genau zur richtigen Zeit Platz für den Anbau des Sommergemüses. Zucchini, Gurken und Tomatenpflänzchen werden erst nach den Eisheiligen gegen Mitte Mai ausgepflanzt. Den abgeschnittenen Spinat könnte man sogar im Boden lassen. Seine Wurzeln enthalten Saponine. Die fördern das Wachstum nachfolgender Pflanzen. Im Garten muss man seiner Zeit anscheinend immer voraus sein. Sie haben eine Frage an unsere Gartenexpertin Kathrin Hofmeister? Schreiben Sie an garten@volksfreund.de Die für alle Hobbygärtner spannendsten Fragen werden im Volksfreund beantwortet. Mehr dazu unter volksfreund/garten Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie im Internet: <%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de/kolumne" class="more" text="www.volksfreund.de/kolumne"%>