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Mini-Kiwis kommen groß raus

 Kathrin Hofmeister. Foto: privat
Kathrin Hofmeister. Foto: privat
Das nenne ich mal eine Frucht für intelligente Faule. Die Mini-Kiwi ist ein absolut unkompliziertes Klettergehölz, um das man sich das ganze Jahr nicht zu kümmern braucht. Kathrin Hofmeister

Um diese Zeit reifen ihre grünen Früchtchen, die etwas größer als eine Stachelbeere sind und im Vergleich zur pelzigen Verwandtschaft glattschalig. Das hat den Vorteil, dass man sie nicht schälen muss und von der Liane weg naschen kann.
Im Reifestadium halten die Früchte bis zwei Grad unter Null aus. Deshalb braucht man auch nicht alle Beeren auf einmal zu ernten, sondern kann sie nach Belieben pflücken. Der Vitamin-C-Gehalt ihrer Früchte soll achtmal höher sein soll als die gleiche Menge Zitronen.
Um die Mini-Kiwis von den bekannten Kiwis zu unterscheiden, werden sie häufig als Kiwai bezeichnet. In den Obstabteilungen des Handels findet man sie als kleine Delikatesse. Doch aus dem eigenen Garten schenken sie neben dem feinen Geschmack das gute Gefühl des Selbstgezogenen. In Fachkreisen heißt es, wo der Weinbau versagt, wachsen die Kiwais. Mit einer Frosthärte bis minus 35 Grad Celsius wird der Kiwi-Anbau damit auch in Eifel und Hunsrück möglich.
Seit Jahren breitet sich bei uns die als Bayern-Kiwi bekannt gewordene erste Generation der Mini-Früchtchen über zwei Thujen und eine Eibe aus. Lässt man die bis zu fünf Meter langen Ranken an kräftigen Bäumen in die Höhe klettern, wird es natürlich schwierig, die süßesten Früchte zu erreichen. Man kann die wuchsstarken Rankpflanzen aber auch am Spalier an der Hauswand ziehen, entlang von Zäunen, oder eine Pergola damit beranken. <EA>Schnitt würde den Ertrag steigern, muss aber nicht sein. Wichtig ist es dagegen, eine männliche und weibliche Pflanzen zu setzen.
Neuere Sorten wie Isai sind selbstfruchtend. Doch auch hier erhöht eine zweite Pflanze den Fruchtertrag.
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