1. Meinung

Nachdüngen nicht vergessen!

Nachdüngen nicht vergessen!

Was für ein Luxusleben: Bei Cartier bin ich dieser Tage Stammkunde. Jacques Cartier wohlgemerkt – die Portland-Rose mit dem betörenden Duft. Man könnte ständig reinschnuppern. Jetzt ist eine herrliche Zeit im Garten.

Die Päonien, zum Teil mit ebenbürtigen Rosendüften, strecken uns ihre dickbauschigen Blütenbälle entgegen. Den Taglilien könnte man beim Aufplatzen ihrer Trompetenblüten zuschauen, wenn man die Geduld aufbrächte, das minutenlange Öffnen der für einen einzigen Tag erblühenden Knospen zu erwarten. Meine gelbe Taglilie öffnet sich ruckartig so gegen 13.30 Uhr. Da ist für viele die Mittagspause schon vorbei.

Überhaupt - die betrogenen Feierabendgärtner: Kommen sie abends von der Arbeit, sehen sie gerade noch, wie die Blüten der Schneeflockenblumen müde zu Boden sinken und die blaue Mauritius ihre Blüten schließt. Einige Sommerblumen sind bis zum Abend abgeblüht und starten erst am nächsten Tag mit neuem Blütenüberschwang frisch in den Tag. <EA>Setzen aber auch tagsüber längere Blühpausen ein, kann es an der fehlenden Düngung liegen. Seit der Pflanzung des Sommerflors sind meist schon wieder drei bis vier Wochen vergangen. Die Nährstoffe in den Gefäßen mit begrenztem Erdvolumen sind erschöpft. Nun heißt es nachdüngen. Ich bevorzuge flüssige Dünger.

Da in ein paar meiner Töpfe auch Gemüse wächst, bei dem ich mit Langzeitdünger vorgesorgt habe, gibt es zwei Gießkannen. In der Kanne für Geranien und Co. landen ein- bis zweimal wöchentlich zwei Milliliter Dünger je Liter Gießwasser. Wer seinen Sommerblumen ein Leben im Überfluss gönnt, gibt bei jeder Wassergabe einen Milliliter auf einen Liter Wasser.

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