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Meinung
Ministerin muss Machtwort sprechen

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Kommentarfoto_Schlecht.pdf FOTO: TV / klaus Kimmling
Die Rechtschreibschwäche vieler Schüler ist alarmierend. Wer dafür einen Beweis braucht, findet ihn in Gesprächen mit Ausbildern, Universitäten oder in unzähligen Bildungsstudien. Dafür in erster Linie das Schreiben nach Gehör verantwortlich zu machen, wie es Verbände und Politiker gerne tun, ist zu kurz gegriffen und wirkt populistisch. Von Florian Schlecht
Florian Schlecht

Doch auch glühende Verfechter der Methode müssen ideologische Scheuklappen ablegen. Sollte die Studie der Uni Bonn, wenn sie vollständig vorliegt, tatsächlich stichhaltige Beweise liefern, welche gravierenden Nachteile das Schreiben nach Gehör gegenüber der klassischen Fibellehre aufweist, gehört die Methode in Rheinland-Pfalz verboten. Stefanie Hubig darf sich dann nicht mehr hinter der Meinung verschanzen, wonach Lehrer entscheiden sollen. Ist die Methode ungenügend, braucht es ein deutliches Machtwort der Ministerin.

f.schlecht@volksfreund.de