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Garten
Neues Gartenjahr mit Bohnen planen

Kathrin Hofmeister
Kathrin Hofmeister FOTO: Kathrin Hofmeister / TV
Trier. Der Wintereinbruch hat dem gärtnerischen Tatendrang einen gehörigen Dämpfer verpasst. Da war nix mit Dicke Bohnen-Legen. Von Kathrin Hofmeister

Oma’s alte Gartenweisheit, „die Peardbungen gehören so früh wie möglich in den Boden, am besten schon im Februar“, wurde geschluckt von Schnee und Frost, die eine anständige Bodenvorbereitung erst mal auf Eis gelegt haben. Planungssicherheit lässt sich trotzdem schaffen. Wer es nicht schon längst getan hat, macht sich Gedanken über das Nebeneinander der Nutzkulturen. Dazu muss man wissen, dass es wie bei uns Menschen, gute Nachbarschaften und schlechte Nachbarschaften gibt. Entsprechend werden Pflanzen, die sich gut miteinander vertragen, nebeneinander gesetzt. Eine pfiffige Mischkultur-Planung habe ich bei Freifrau Viktoria von dem Bussche kennen gelernt. Bevor es in ihrem Küchengarten losgeht, brütet die deutschlandweit für ihre Gartenfestivals bekannte Schlossherrin von Ippenburg über ihren „Beeten im Karton“. Für jedes Feld gibt es eine Schachtel. Die Kartons sind durchnummeriert und nach einer Leitpflanze benannt. Im Karton befinden sich lauter Samentütchen von Pflanzen, die mit der Leitpflanze harmonieren. Daraus wird jedes Jahr neu zusammengestellt. Die Leitpflanzen wandern jedes Jahr um ein Beet weiter. So hält sie gleichzeitig das Prinzip der Fruchtfolge ein. Der Karton mit der Nummer zwei hat es mir besonders angetan. Leitpflanze ist die Gurke. Dazu passen Busch- und Stangenbohnen. Die Hülsenfrüchte zählen zu den Garanten einer erfolgreichen Kultur. Stangenbohnen eignen sich sogar für kleinste Nutzflächen. Auf Stadtbalkonen lassen sich die beerntbaren Senkrechtsstarter zudem als Wind- und Sichtschutz einsetzen. Allerdings vertragen sie keine Kälte. Mit der Aussaat ins Freiland lässt man sich daher Zeit bis nach den Eisheiligen Mitte Mai.

Tipp: Wer sich für regionales Saatgut von Zier- und Nutzpflanzen interessiert, findet auf der 5. Bengeler Saatgutbörse für die Region Mittelmosel-Eifel-Hunsrück an diesem Sonntag, den 4. März in der Turnhalle von Bengel von 14-18 Uhr eine reiche Auswahl.

Einen Workshop zum Thema „Bohne, Linse & Co“ findet am 17.3. von 14-16.30 Uhr auf dem Demeterhof Breit in Wittlich statt, unter der Leitung von Annette Fehrholz, Mitinitiatorin des dort ansässigen „Vielfalts-Sortengartens“. Infos und Anmeldung bis 15.3. unter 06532-9559379 oder verein@demeterhofbreit.de

Kathrin
Hofmeister

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