Die Geister, die ich rief

Die Geister, die ich rief

Wenn ich mir so angucke, was in Bitburg an Halloween-Shopping los ist, frage ich mich, warum die nicht das ganze Jahr über Halloween-Shopping machen. Dann wäre die Fußgängerzone immer prall gefüllt, und der Einzelhandel würde florieren.

Die Geister der Vergangenheit können ja auf Runkelrüben statt auf Kürbisgesichter setzen und die guten, alten Trouliechter hochhalten. Klar, zu denen gehöre ich auch. Ich kann mit dem orangenen Zeug nix anfangen. Es geht mir nur um die Stärkung des Einzelhandels. Da ist jedes Mittel recht, auch Kürbisse. Dann verliert nämlich der Geist der Zukunft, die Bit-Galerie, seinen Schrecken. Als Geist der Gegenwart schwebt ja schon Herr Lamparski über der Stadt und erschreckt alle mit seinen "Huh-hu-huhhh"-Investoren-Rufen. Bin mal gespannt, wann Michael-Harry Billen-Potter beim ganzjährigen Bitburger Gespenster-Spektakel als Zauberlehring auftritt und gesteht: "Die Geister, die ich rief, werd' ich nun nicht los." Als alter Hexenmeister kann ich nur sagen: "Walle, walle manche Strecke, daß zum Zwecke Wasser fließe." Mein Kyllhafen-Projekt ist und bleibt die einzig wahre, wirtschaftlich sinnvolle Alternative zum Hirngespenst am Tower. Prost,