1. Meinung

Die Vulkaneifel ist reif für die WM-Regatta

Die Vulkaneifel ist reif für die WM-Regatta

Also in Bitburg haben sie diese Woche nicht nur einen Vogel, sondern gleich viele, hat die Walburga heute am Frühstückstisch gesagt. Recht hat sie. Ein Vogel, der hässliche Bundesadler am Postgebäude, darf um die Ecke gebracht werden.

"Und dafür gehen die Bitburger protestieren. Das hätt' es in Daun nicht gegeben", sagt Walburga. Schließlich haben wir ja keinen Vogel hier in Daun (höchstens die in Gerolstein). Nur einen Dachschaden. Am Dauner Kurmittelhaus.

"So ein Mist! Dann kann ich ja mittwochs nicht mehr zur Gymnastik gehen", flucht Walburga. Und ich gleich mit! Ich muss jetzt mittwochs auf der Couch neben meiner lieben Gattin sitzen statt in der Kneipe ein Bierchen zu zischen. Da hatte ich doch früher immer sturmfreie Bude. Mann, war das schön ...

Aber was soll ich klagen. Dem Wolfgang Jenssen geht's noch schlechter. Der hat nicht nur das marode Gemündener Freibad am Hacken, sondern jetzt auch noch das Kurmittelhaus. So wird das nix mit der Vulkaneifeler Bewerbung für die Wassersport-Weltmeisterschaft 2020. Mein Kumpel Jupp hatte aber am Mittwoch (bei unserem vorerst letzten Mittwochsausflug in die Kneipe) eine Idee: Wir schaffen einfach ein neues Maar mit 25-Kilometer-Bahn für die WM-Regatta. Zwischen Kelberg und Blankenheim - statt Autobahn. Die Grünen sind bestimmt einverstanden - iss ja ökologisch. Und ans Maarcafé pappen wir einen schissneuen Bundesadler. Watt denkste, wie die Bitburger dann gucken ...