Kolumne Pitter: Durch Nacht und Wind

Kolumne Pitter : Durch Nacht und Wind

Dass die Eifel was Besonderes ist, habe ich ja schon immer gewusst. Und es zeigt sich immer wieder. Gerade erst ist unser schönes Bitburg  wegen seiner grauen Vorgärten zu eher unfreiwilligem Ruhm gekommen.

Alles sei grau und kein Insekt und kein Vogel oder Igel würde sich dahin verirren, so heißt es.

Aber eine andere Spezies soll in der Eifel heimisch geworden sein, habe ich jetzt gehört. Vor allem auf der A 60. Viel größer als ein Bien­chen oder Schmetterling, sollen diese sogenannten Erlkönige sein. Und wie man weiter erfährt, handelt es sich dabei um ein eher scheues Geschöpf.

So scheu, dass es immer in schwarz-weiß-grau gemustertem Tarn-Kleid daherkommt.  Es ist sogar so schüchtern, dass es am liebsten  in der Nacht unterwegs ist.   Gerade weil diese Wesen so scheu sind, sollen sie super interessant für Fotografen sein. Die legen sich sogar auf die Lauer, nur um ein Bild von einem solchen Wesen zu schießen.

Also ich möchte auch mal so ein Erlkönig sein. Ich ziehe mir ein gemustertes Mäntelchen an, damit ich quasi unsichtbar bin. Dann eile ich geschwind durch die Nacht und durch den Wind, unbemerkt von meiner Walburga und der geschwätzigen Nachbarin, zur nächsten Kneipe. Dort werde ich mit meinen Kumpels einmal volltanken. Und dann geht es zurück durch die Nacht bis nach Hause.

Nur blöd, wenn ich dann mit dem Türrahmen kollidiere und die Lampe umschmeiße. Da nützt die ganze Tarnung nichts.