Ein Hoch auf alle, die zupacken statt zaudern

Ein Hoch auf alle, die zupacken statt zaudern

Zeitunglesen regt zum Nachdenken an. Dieser Tage habe ich den Artikel über die Sanierung des Beckens am Gemündener Maar studiert. Und was stand da? Weil die EU Geld gibt, nehmen auch die VG und die Stadt Daun einen Kredit auf und lassen das Nichtschwimmerbecken sanieren. Das freut diejenigen, die es nutzen: wenige Kinder und viele Frösche.

Ich wollte, wir hätten mehr Politiker, die nicht zaudern, sondern die Gelegenheit der niedrigen Zinsen nutzen, und Dinge anpacken, die längst hätten erledigt werden müssen: Hier meine Top-Vier der wirklich sinnvollen Investitionen: 1. Der Kreis kauft zwei drei Verbandsgemeinden (Manderscheid, Ulmen, Adenau ...) und sichert somit seine eigene Existenz. Einen ähnlichen Auftrag hat der Landrat ja schon mal aus dem Kreistag bekommen. Ihm fehlte allerdings dazu das nötige Kleingeld. Der Umstand, dass gar niemand nach Daun wollte, spielt keine Rolle. Alles nur eine Frage des Preises. 2. Gerolstein kauft sich endlich den ersehnten Titel "Kreisstadt". Geld dafür gibt es momentan günstig, und die Dauner dürften, wenn sie clever sind, erstmals sogar zu einem Verkauf bereit sein. Bald ist er eh weg. Und dann gibt's nix mehr. 3. Der Kreis kauft jedes Stückchen Erde, unter dem Lava oder Basalt schlummert. Ob 20, 50 oder 100 Millionen neue Schulden spielen keine Rolle - schon lange nicht mehr. Und was macht er damit? Etwa Gewinne? Nein, gar nichts. So kann man künftig - zumindest was die Landschaft angeht - die Vulkaneifel noch von den Niederlanden unterscheiden. 4. Die Stadt Hillesheim kauft für Matthias Stein (70) das Hotel Calluna in Gerolstein. Erfahrung als Hoteldirektor hat er ja.