Kolumne Pitter: Endlich: Geld für Stuss

Kolumne Pitter : Endlich: Geld für Stuss

Nee, was war es eine schöne Zeit, als unser geliebter Kreis endlich mal in einer illustren Runde vertreten war: der Kommunen, die schwarze Zahlen schreiben. Schwarze Zahlen, die mich ganz schwindelig gemacht haben – da konnte ja selbst Krösus nicht mehr mithalten.

Und was höre ich jetzt? Die fetten Jahre sind vorbei, ein paar Euro, Gute noch, dann geht’s retour in den Schuldturm, wo die Vulkaneifel schon so lange Stammgast war. Wo ist die zündende Geschäftsidee, um das zu verhindern? Am besten mal Walburga fragen. Was die Kohle angeht, hat sie alles im Griff. Souverän managt sie unsere Finanzen. Ob Bankenkrise, Nullzins-Ära oder das schwarze Loch in meinem Portemonnaie: Walburga weiß, wo wirklich finanzielle Hilfe angebracht ist.

Moment, sind wir nicht im Gesundland? Wie wär’s damit: Du bist etwas neben der Kapp, dann wirfst mehrere Münzen (bevorzugt Dauner Taler, die einzig wahre Währung!) in eine  Automaten-Spezialanfertigung (das erforderliche Know-how liefert ein bekanntes Kelberger Unternehmen), läufst eine Runde um eines der unzähligen Maare oder Dreese, und schon ist der Seelenfrieden wieder hergestellt. Mehr Gesundland geht nicht, oder?

Hartnäckig hält sich auch die Geschichte, dass einst ein an einer Vulkaneifel-Schule tätiger Lehrer beste Eifelluft in Tüten vor dem Kölner Dom verkaufte. Auch nicht schlecht, aber für meinem Geschmack etwas zu flüchtig: Warum nicht in Tablettenform?

Für mich privat habe ich ein Geschäftsmodell gefunden, das den Ruhestand vergolden wird: Ich gründe ein Institut. Eins wie das, dass das kurz bevorstehende und gerade von uns Vulkaneifelern so sehnlichst herbeigesehnte goldene Zeitalter der Müllentsorgung begleiten soll. Und Ergebnisse liefern soll, die die Abfall-Großkopferten gar nicht interessieren. Sensationell, oder? Auch Walburga ist ausnahmsweise mal angetan: „Da kriegst du für den ganzen Stuss, den du so von dir gibst, auch noch Geld? Respekt!“

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