Kolumne Pitter: Gefühlte Vermarktung

Kolumne Pitter : Gefühlte Vermarktung

Mensch, Ralf Schmitz, du bist mein Held! Wie hat der hyperaktive Komiker doch im TV-Interview unsere geliebte Eifel bestrunzt: „Eine wunderschöne Gegend...Ich habe wunderschöne Erfahrungen dort gemacht....Es ist wie ein Zwei-Wochen-Urlaub, wenn man dort ein paar Tage ist.“ Geht runter wie Öl, oder?

Mensch, Ralf Schmitz, du bist mein Held! Wie hat der hyperaktive Komiker doch im TV-Interview unsere geliebte Eifel bestrunzt: „Eine wunderschöne Gegend...Ich habe wunderschöne Erfahrungen dort gemacht....Es ist wie ein Zwei-Wochen-Urlaub, wenn man dort ein paar Tage ist.“ Geht runter wie Öl, oder?

Er hat ja auch so was von   recht: Wo wir sind, ist vorn. Wer sonst kann ein Unesco-Prädikat vorweisen? Alle Hausaufgaben dafür gemacht, für weitere vier Jahre sind wir in einem handverlesenen globalen Kreis vertreten. Wie gut, dass wir das auch tatkräftig vermarkten. Überdimensionale Schilder an Autobahnen und Bundesstraßen weisen darauf hin, da muss man doch einfach mal hinfahren, die Hotels und Restaurants quillen über ... – „Was hast du denn geraucht?“ Upps, Walburga, hat mich leider wieder erwischt, wie ich meiner Fantasie freien Lauf gelassen.  Sie ist aber auch immer so streng. Was in meinem Kopf schon Gestalt angenommen hat, ist ja quasi so gut wie real. Okay, an großen Schildern mangelt es noch ein wenig, aber: Walburga, bleib ganz ruhig, gefühlt sind wir aber schon gaaaaanz weit. An der Autobahn zwischen Tondorf und Dreis-Brück wird alle 100 Meter ein Unesco-Schild stehen. Versprochen ... für spätestens 2034.

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