1. Meinung

Meine Kratzbürste und ich, der einfach mal alles gegen den Strich bürstet

Meine Kratzbürste und ich, der einfach mal alles gegen den Strich bürstet

Was ich mit diesem Ding soll, das die mir hier rein montiert haben, ist mir ein Rätsel. Wenn hier jemand meint, ich würde als Feldwebel mit Klobürste in Bitburgs Unterwelt für Ordnung sorgen, der hat sich aber gründlich (haha) getäuscht.

Wenn diese Bitburger es nicht schaffen, ihre öffentliche Toilette am Beda-Platz sauber zu halten, dann müssen sie das Ding eben schließen. Ich persönlich käme ohnehin nicht auf die Idee, da rein zu gehen. Und nachdem ich es mir jetzt mal extra angesehen habe: Keiner sollte ernsthaft darüber nachdenken, da rein zu gehen. Es gibt so viele nette Gasthäuser in dieser Stadt, wer muss denn ausgerechnet auf dem Beda-Platz, wo man doch höchstens sein Auto abstellt, in das unterirdische Klo absteigen? Wollen die testen, ob der Eifeler, wenn er schon bekanntermaßen nicht gerne unter der Erde parkt, vielleicht aber da pinkelt? Denken die denn auch mal was zu Ende, diese Bitburger? Der gemeine Eifeler geht nicht gerne unter die Erde. Nicht zum Parken und auch für sonst nix. Wir schwimmen obenauf. Wo Eifel ist, ist vorne - und nicht unten, geschweige denn unterirdisch.
Überhaupt halte ich diese, den Beda-Platz prägenden städtebaulichen Elemente - parken & pinkeln in Kombination mit Brachen & Banken - für nicht zukunftsträchtig. Wo soll denn die Reise hingehen?
Für diesen ganzen Platz wird ein neues Konzept gebraucht, seit mein geliebtes Biotop in einer Nacht- und Nebelaktion einfach abgeholzt wurde. Da fehlt Grün, noch viel mehr, als auf dem Spittel-Spalier-Platz, wo die Leute immerhin nett zusammensitzen. Auf dem Beda-Platz ist das ja nicht möglich, es sei denn, man findet es gemütlich, vor irgendeinem Auto-Auspuff zu hängen. Auf dem Platz fehlt einfach alles: Bierhäuser zwischen den Banken, Bewegung auf den Brachen und vor dem guten Haus Beda braucht es Kunst, kein Klo. Klar, man kann sich alles auch schön trinken. Dann seht' nur zu, dass ihr, bevor ihr wirklich müsst, woanders seid. Prost, euer Pitter