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Pitter Am schönsten ist es daheim

Kolumne Pitter : Am schönsten ist es daheim

Urlaub oder kein Urlaub? Das ist in diesem Jahr die ganz große Frage. Walburga quengelt schon die ganze Zeit. Nach all der Zeit daheim wolle sie mal wieder raus. Der Keller ist entrümpelt, alle Fenster bis hoch zur Dachluke geputzt, die Kleiderschränke ausgemistet, im Garten blüht es überall und die Wiese sieht aus wie mit der Nagelschere geschnitten.

Meine Frau hat wirklich nichts ausgelassen, was man daheim Nützliches tun kann. Und mich natürlich auch nicht verschont.

Und jetzt will sie in die Berge fahren. Da könne man ganz virenfrei mit dem Auto hinkommen und einsam die Berge hinaufsteigen. Und genau das ist der Haken. Nachdem ich auf Walburgas Betreiben während des Lockdowns schon die ganze Eifel zu Fuß durchschritten habe, steht mir der Sinn jetzt eher nach Faulenzen am Strand.

Aber Mallorca? Nee, nicht mit meiner Walburga. Das sei nicht ihr Ding behauptet sie. Aber vielleicht kann ich sie überzeugen, dass da sogar eine echte Bitburgerin auftritt.

Aber nee, meine Angetraute will nur auf die Insel, wenn sie da ganz sicher auch den König, also Jürgen Drews hören kann. Und das kann ich ihr halt im Moment nicht versprechen.

Foto: TV/Werhan, Michael

Jetzt sind wir beide sauer. Ich, weil ich nicht nach Malle darf, Walburga, weil die Berge vergeblich nach ihr rufen. Dann bleiben wir wohl doch daheim. Nun gut, die Eifel ist ja sowieso der schönste Fleck der Erde. Und das Bier schmeckt nirgends so gut wie in Bitburg.