Pitter

Von Daun lernen, heißt siegen lernen: Nein, der Satz steht (noch) nicht im Wappen der Stadt Gerolstein, sondern eine ähnlich aufstrebende Metropole scheint sich dieses Mottos zu besinnen. Die Rede ist von den Ulmenern, die nun die Wirtschaft beflügeln wollen.

Welch edles Ansinnen - aber mit welchem Mittel? Eine Münze, die als Gutschein in Umlauf kommt… Hmmm, kommt mir irgendwie doch sehr vertraut vor. Natürlich! Wer kennt ihn nicht, den Dauner Taler, Vorzeigeobjekt des kreisstädtischen Gewerbe- und Verkehrsvereins: Rechnet man wie die Trierer, sollen schon Milljunen davon in Umlauf gebracht worden sein. Also warum von Ulmen in die Ferne schweifen, wenn gute Ideen liegen so nah - 17, 3 Kilometer laut Google Maps, um genau zu sein. Fünf Euro ist die Ulmener Münze wert - für die Dauner nur Kleingeld, mit dem sie gut leben können, ist der viel gerühmte Taler doch doppelt so viel wert. Und wer weiß: Vielleicht gibt es ja bald eine Währungsunion Daun-Ulmen. Wenn dort endlich erkannt wird, wo die Stadt hingehört: in den Kreis Vulkaneifel, das Land, in dem Milch und Honig fließen, dem allenthalben eine Zukunft ohne jede existenzielle Sorgen prognostiziert wird. Ganz im Gegensatz zum Kreis Cochem-Zell: klarer Fall von Auslaufmodell. Wäre nur konsequent, wenn die Ulmener zu uns kämen, gehen sie doch mit dem Begriff Vulkaneifel ja jetzt fast schon inflationär um: Eine Schule heißt so, und auch die dortige SPD hat sich - ganz bestimmt mit dem Segen des spezialdemokratischen Kreisverbands Vulkaneifel - den guten Namen gegriffen. Also, ihr Ulmener: Gebt euch einen Ruck, macht den letzten Schritt und kommt (endlich) heim!