Pitter

Puh, diese Temperaturen! Ich soll viel trinken, hat mein Arzt gesagt. Und deswegen machen wir jetzt zwei Stammtische die Woche.

Auch dort ging es letztens um Affenhitze und Abkühlung - und Angeberei, wie es zumindest mein Kumpel Mattes aus Gerolstein nennt. Gelästert hat der! "Daun, eine Qualitätsstadt, oha! Aber bekanntlich kommt Qualität ja von Qual", hat er gesagt. Und Quälerei sei es für, Daun bei diesem Wetter zu besuchen. Das Wassertretbecken - das er ansonsten sehr schätze - eine Baustelle. "Wird bestimmt im November fertig. Und ein Brunnen, an dem man verweilen oder die Füße abkühlen kann. Auch Fehlanzeige. Bei uns: Brunnen noch und nöcher. Und sie funktionieren auch. Und bald bekommen wir ein richtiges Wasserspielparadies an der Kyll. Und was machen die Dauner mit ihrem Flüsschen? Verstecken es!", hat er vom Leder gezogen. Wir haben versucht, ihn zu bremsen: In Daun gebe es zwei Eisdielen, Kneipen und Cafés, ein Freibad am Maar und nun auch wieder einen Sprudelbetrieb. Hat er aber alles nicht gelten lassen. "Gibt's bei uns auch, nur größer. Und das Maar ist sowieso von der Jugend belagert." Was soll man da noch sagen? Ich glaube, der hat immer noch nicht verwunden, dass Daun gegen Gerolstein im großen Städteduell mit Radrennen gewonnen hat. "Alles gemauschelt!", hat er krakeelt. Ja, sicher. Da hätte sich unser Hobby-Didi Thurau mal besser etwas mehr gequält, meint Pitter.