Kolumne Pitter: Wolle, Wolle, Wolle...

Kolumne Pitter : Wolle, Wolle, Wolle...

Na, das war mal eine Neujahrs-Nachricht. Bum-Bum-Billen schmeißt hin. Habe fertig! Flasche voll. Aber noch immer muss das Runde ins Eckige. Und wer soll nun für das Eifel-Flair in Mainz sorgen? Der glaubt wohl, er käme mit seinem Rückzug so ungeschoren davon wie das Schaf bei Roth an der Our.

Aber da täuscht er sich. Er wird ein Heimatprojekt aufs Auge gedrückt bekommen, das sich im Gegensatz zum Schaf gewaschen hat. Ein Fall für den ungekrönten König der Diplomatie, der immer den eigenen Kurs verfolgt, damit die anderen wissen, wonach sie sich richten können. Was er nicht will, passiert nicht – und umgekehrt. Man erinnere sich an die geplatzte Sparkassenfusion mit unseren Madentonnen-Nachbarn. Die haben keine Fusion, aber dafür die Madentonne – wir nicht. Jetzt hängen die Vulkaneifeler an der Madentonne wie der Eifeler an seiner Scholle. Die machen sogar Demos. Future für Tonne statt Fridays for Future. Da muss man nun kein Philosoph sein, um zu merken, dass die Future vom Kreis Weihnachten wirklich so langsam für die Tonne ist. Fusion, ick hör dir trapsen. Aber wir wollen die Nachbarn ja nicht aufscheuchen. Die haben grad’ Kummer genug. Zurück zu Bum-Bum-Billen. Langsam dämmert uns, warum er einen eigenen Geschäftsbereich bekommen hat: Da ist Großes in Planung. Frei nach Strauß: Ist mir doch egal, wer unter mir Landrat ist. Bitburgs Bürgermeister kann sich da schon mal warm anziehen. Schließlich steht das Landratsamt mitten in der Stadt mit Wachstumsangst und Panikattacken. Wer, glaubt ihr, wird sich demnächst wohl an das Großprojekt der Kleinstadttherapie wagen? Wolle, wolle, wolle: Hier kommt keiner ungeschoren davon! Also setzt die Segel, ihr Eifelmatrosen. Ein Schiff wird kommen! Und der Kyllhafen auch! Wolle, wolle, wolle – und zwar ganz unbedingt! Prost,