Zurück zur Natur!

Zurück zur Natur!

Mal gucken: Sind jetzt endlich alle feuchten Stellen auf dem Wohnzimmerteppich verschwunden? Zur Erklärung: Bei uns war einige Tage Land unter. Walburga hat so ausgiebig und bitterlich geweint, dass ich einen Eimer holen musste, um der Tränenflut Herr zu werden.

Warum sie geweint hat? Weil die Aufenthaltsgenehmigung für die Enten im Dauner Kurpark mutmaßlich ausläuft und sie sich eine neue Heimat suchen müssen. "Sie waren der einzige Grund, warum ich nach Daun gefahren bin", sagt Walburga. Gleich darauf der Satz, der den Daunern durch Mark und Bein gehen muss: "Wenn die Enten weg sind, fahre ich nur noch nach Gerolstein!"

Aber müssen sie wirklich weg? Es gibt doch bestimmt Lösungen. Wie wäre es, wenn sie einzeln beim ersten verkaufsoffenen Sonntag 2013 vom Gewerbe- und Verkehrsverein Daun verlost werden? Lebendig, Walburga, lebendig! Nein, bitte nicht schon wieder weinen! Apropos Gerolstein: Kann die Stadt Daun ihr Federvieh nicht an die geliebte Nachbarstadt vermieten? Ist doch langsam langweilig, das Entenrennen auf der Kyll mit den Plastikexemplaren zu veranstalten. Zurück zur Natur: Lasst doch mal echte (Dauner) Enten an den Start.

Und wer ist noch mal der große Entenverteidiger? Der Dauner Stadtbürgermeister! Wenn er das nicht mehr ist (also ab Mitte 2014), hat er doch alle Zeit der Welt, sich als ehrenamtlicher Entenwart zu betätigen. Wie gemacht für einen rüstigen Rentner!