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Garten
Süßkartoffeln anbauen

Kathrin 
Hofmeister.
Kathrin Hofmeister. FOTO: TV / Kathrin Hofmeister
Aus Schaugärten bringt man immer neue Ideen mit. Eine davon ist der Anbau von Süßkartoffeln, wie er in Veitshöchheim praktiziert wird. Von Kathrin Hofmeister

In der Forschungseinrichtung für Gartenkulturen in unserem Nachbarländle gelingt die Kultur der ursprünglich aus Mittelamerika stammenden Pflanzen problemlos.

Die Vorstellung, dass man die mittlerweile im Gemüseregal jedes Supermarktes erhältlich Batate selbst anbauen kann, gefällt mir. Sogar als Balkongärtner kann man es mit der Süßkartoffel in einem 30bis 40 Liter Eimer versuchen. In Gartencentern wurden Süßkartoffeln bisher meist als Blattschmuckpflanze im Sommerflor angeboten. Die Knollen der Zierpflanzen sind zwar meist auch essbar, bleiben aber klein und sind wenig aromatisch.

Für den Nutzgarten gibt es spezielle Sorten. Wegen der Frostempfindlichkeit pflanzt man Süßkartoffeln spät aus - normalerweise nach den Eisheiligen Mitte Mai. Anfang Juni reicht aber auch noch. Im Laufe des Sommers bedeckt eine Pflanze mit ihrem dichten Blattteppich aus langen Ranken eine Fläche von ein bis zwei Quadratmeter. In der Wachstumsphase brauchen sie viel Wasser, im Kübel zusätzlich alle zwei Wochen Dünger mit dem Gießwasser.

Ab Ende August schwellen die Wurzeln an. Die Ernte beginnt nicht vor Oktober. Am besten lässt man sich Zeit bis zum ersten Frost. Sacken die Blätter der wärmeliebenden Art durch die Kälte zusammen, sind die Wurzelknollen erntereif. Nach dem Ausgraben müssen sie noch ausreifen. In einer gut 14-tägigen Phase bei etwa 16 Grad Celsius wandelt sich die Stärke in Zucker und die Süßkartoffel bekommt ihr typisches Aroma.

Der Anbau soll am besten auf einem voll sonnigen Erdwall gelingen, wo sich die Erde schnell erwärmt. In Veitshöchheim hat man einen sonnigen Platz auf einer Stützmauer gewählt. Die Idee dahinter: So verschönert das rankende Laub der nützlichen Süßkartoffeln gleichzeitig die Mauer.

Kathrin Hofmeister

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