1. Meinung

Unterm Strich- die Kulturwoche - betrachtet von TV-Mitarbeiter Rainer Nolden

Kolumne Die Kulturwoche : Jetzt schon an Geschenke denken!

Weihnachten kann kommen. Selbst wenn Sie noch kein Geschenk für Ihre(n) Liebste(n) haben – wir haben einen Tipp. Es heißt „The Christmas Present“ und ist ein musikalischer Stimmungsmacher für lamettaselige Zeiten.

Gesungen von Robbie Williams. Was, für sich genommen, vielleicht gar keine Meldung wert ist. Aber eben vielleicht doch deswegen, weil Robert Peter Williams, so sein richtiger Name, noch nie ein Weihnachtslied gesungen hat. Jedenfalls nicht für die Öffentlichkeit. Und es wird bei dieser CD auch nicht gekleckert, sondern geklotzt: Immerhin ist es ein Doppelalbum. Und es wird nicht von Mr. Williams allein bestritten; er hat sich gleich ein paar Weltstars zum Mitsingen ins Studio geladen. Rod Stewart, Jamie Cullum und Bryan Adams sind dabei, dazu Robbies Vater Pete sowie der britische Boxer und Freund aus Las Vegas, Tyson Fury. (Dass Boxer singen können, weiß man ja spätestens seit Max Schmelings Welthit „Das Herz eines Boxers“ aus dem Film „Liebe im Ring“.) Sogar Helen Fisher, besser bekannt als Helene Fischer, durfte noch zu Arbeitszwecken ins Vereinigte Königreich einreisen, um mit dem Ex-Take-That-Sänger „Santa Baby“ aufzunehmen. „Weihnachten ist total unser Ding“, sagte Robbie Williams einem Magazin. „Ayda (Mrs. Williams – Anmerk. d. Redaktion) schmückt schon das ganze Haus, und wir werden auch wieder ein blinkendes Lichterspektakel bieten, das sich gewaschen hat. Unser Haus wird das illuminierteste von ganz Beverly Hills sein.“  Da kann man nur noch sagen: „Wow!“

Mit Musik geht‘s weiter, wenn auch weniger weihnachtlich. Der Klassiker „Pata Pata“, der  die südafrikanische Musikerin Miriam Makeba (1932 – 2008) 1967 über Nacht in den Weltruhm katapultierte, wird von ihrem einstigen Schützling Angélique Kidjo neu vertont. Es ist ein Stück Nostalgie mit einer neuen Botschaft: Der Text soll ermuntern und positiv stimmen und auch zu Hause zur Entspannung beitragen. Mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Welterfolg des Afropop-Songs von „Mama Afrika“ soll die frei im Internet verfügbare neue Version zum Tanzen anregen – die besten Videos von zu Hause dazu tanzenden Menschen sollen dann Mitte Mai in ein Musikvideo integriert werden. Pata Pata bedeutet in der Xhosa-Sprache wörtlich: „Berührt, berührt“.  Was derzeit allerdings nicht empfehlenswert ist. Deshalb singt Angélique Kidjo: „It‘s a time to ,Sit it out!‘ This is ‘no-pata-pata... Stay at home and wait it out ….. We need to keep our hands clean ….So ‘no-pata pata’...Don’t touch your face, keep distance please.“ (Deutsch etwa: Es ist Zeit zum ,Aussitzen‘, nicht pata-pata ... Bleibt zuhause ... Berührt nicht euer Gesicht, haltet bitte Abstand). no/dpa