Was Sie im September anpflanzen können

Garten : Alpenveilchen für den Garten

Kaum zu glauben, dass etwas so Zauberhaftes wie Alpenveilchen so unkompliziert ist. Viele kennen nur die großblumigen Zimmerpflanzen. Aber es gibt auch die viel zarteren Gartenarten. Sie sind absolut winterhart und können über Jahrzehnte am gleichen Platz stehen.

Gerade treibt die herbstblühende Art des Efeublättrigen Alpenveilchens (Cyclamen hederifolium) erste Blüten. Setzt man es mit der frühlingsblühenden Schwester zusammen (Cyclamen coum), hat man herrliche Blütenteppiche von Ende August bis zum Frost und bereits wieder nach der Schneeschmelze, meist ab Ende Februar bis April. Von beiden Arten in Rosa-Pinktönen gibt es weißblühende Formen. Fast so schön wie die Blüten sind die Blätter. Das Efeublättrige Alpenveilchen überwintert mit seinem an Efeublätter erinnernden Blatt, das nach den Blüten erscheint. Über die Sommerzeit kommen die winterharten Alpenveilchen gut mit Trockenheit zurecht. Ja, sie brauchen sie sogar. Dieses Jahr habe ich den Fehler gemacht, einige selbst versamte Patagonische Eisenkräuter auf der Alpenveilchen-Insel stehen zu lassen. Das sind diese giraffenhalsähnlichen Dauerblüher, die sich so beschwingt im Wind wiegen. Regelmäßig schaukeln oben ein paar Bienen und Schmetterlinge mit. Die violettfarbenen Trugdolden müssen die besten Cocktails im Garten bieten. Damit sie ausreichend Nektar produzieren und auch sonst lange schön bleiben, habe ich sie regelmäßig mitgesprengt. Für die Knollen der Alpenveilchen war das Gift. Zwei große, jahrzehntealte Knollen musste ich faulig aus der Erde ziehen. Aber sonst sind winterharte Alpenveilchen absolut unproblematisch. Man muss ihnen nur den richtigen Platz geben: Unter Laubbäumen, am Rand einer Hecke, irgendein ungestörtes Eck im lichten Schatten – halt so was Verwunschenes. Und wenn man jetzt die Knollen des frühlingsblühenden Alpenveilchens setzen will, mein Tipp: Knollen vor der Pflanzung für wenige Stunden in lauwarmes Wasser tauchen.

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