Was Sie jetzt im Garten anbauen sollten

Garten : Salate für die Nachsaison

Regen bringt Segen – wie wahr! Durch die Schauer der letzten Woche hat man tatsächlich einmal wieder den Hauch einer Chance mit der Pflanzkelle in den Boden zu kommen. Das trifft sich gut, denn im Nutzgarten will man Endivien und Zuckerhut pflanzen.

Auch Pflücksalate für den späten Anbau füllen im August noch mal die Reihen. Wo Lücken in abgeernteten Beeten entstanden sind, passen junge Chinakohlpflänzchen hinein. Damit der Bodenanschluss gelingt und sie schnell einwachsen, drückt man den Ballen fest in die Erde. Und auch bei der Aussaat des Feldsalates hilft Feuchtigkeit. Man sät ihn breitwürfig oder dünn in Reihen von August bis September. Dass Feldsalat gleichmäßige Feuchte braucht, habe ich verinnerlicht, seit mir eine Gartenfreundin von den Gepflogenheiten im elterlichen Nutzgarten auf einem Westerwälder Bauernhof erzählte: Seinerzeit hätten sie nasse Kartoffelsäcke auf die Aussaaten gelegt. Heute ginge das mit Vlies noch viel besser.

Solche Tricks braucht man im Ziergarten nicht. Den richtigen Zeitpunkt für Umpflanzaktionen und Vitalisierungskuren muss man aber doch kennen. So lassen sich beispielsweise Lenzrosenhorste (Helleborus Orientale-Hybriden) am besten im August teilen und verpflanzen. Normalerweise können die dankbaren Stauden jahrzehntelang am gleichen Platz stehen. Ihr Optimum erreichen sie ohnehin frühestens nach zehn Jahren. Sollten die Blatt- und Blütenschmuckpflanzen im Frühjahr aber doch blühfaul gewesen sein, kann man sie jetzt verjüngen: Horst ausgraben, in der Mitte teilen und an anderer Stelle wieder einsetzen. Das neue Pflanzloch hebe ich einen guten Spaten tief, mindestens in der doppelten Größe des Lenzrosenwurzelballens aus. Idealerweise gibt man reifen Kompost hinzu. Da unser Kompost aufgrund der Trockenheit derzeit nicht gerade zur Bodenverbesserung beiträgt, mische ich unsere Lehmerde mit einer torffreien Pflanzerde.

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