And the Woscar goes to...

Kolumne Wilbert : And the Woscar goes to...

Weit, weit weg, im fernen Los Angeles werden am Wochenende die Oscars verliehen. Wir Wittlicher sind derart auf dem Vormarsch, dass es lange überfällig ist, unseren eigenen Preis einzuführen: den Woscar.

Als zukünftige Metropole kommen wir daran nicht vorbei. Mir fallen da spontan einige Preisträger ein. Der Woscar in der Kategorie „Bester Schnitt“ geht ohne Zweifel an Familie Ehlen, deren Friseursalon im Oktober 60. Geburtstag feierte. Was müssen die schon Generationen von Wittlichern die Haare geschnitten haben? Vielleicht sogar mir? Wer weiß.

In der Kategorie „Bestes Originaldrehbuch“ kann es nur einen Gewinner geben. Willi Waxweiler. Er hat unermüdlich immer für die Archäologie in Wittlich gekämpft.  Und nun findet das Landesmuseum tatsächlich Römerspuren. Was für ein (vorläufiges) Happy End einer Geschichte über Hartnäckigkeit. Der Preis für das beste Szenenbild geht derweil an unser dann doch nicht goldenes Klo an der Lieser. Dieses ist wirklich jeden Cent wert, aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man sich dort wie ein König auf seinem Thron fühlt.

Der Preis für die beste Kamera ist dagegen wenig erfreulich. Zumindest für mich. Denn den erhält der Blitzer am Rastplatz Pohlbach. Mann, Mann, Mann der kostet nicht nur Nerven.