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Kolumne Wilbert
Das Kreuz mit den Blumen

FOTO: Werhan, Michael / TV
An diesem Samstag ist für mich der Tag des Grauens. Denn der Frühling kommt. Klingt komisch, ist aber so. Denn immer, wenn die Temperaturen steigen, ist meine Wilma wie gedopt. Dagegen sind die russischen Athleten Waisenkinder – mit dem Unterschied, dass Wilma körpereigene Stoffe ausschüttet. Denn Frühling heißt für sie: Blumen kaufen. Für den Garten, für das Haus, für den Friedhof. Und ich muss mit.

Und wer denkt, dass das eine Sache von zehn Minuten ist, der irrt. Gefühlt fahre und gehe ich zehn Stunden durch die Gartencenter der Region. Denn der eine hat die Sorte besser und schöner, der andere die.

Dabei wollte ich vergangene Woche noch meine alten Schlittschuhe vom Dachboden holen, um auf der Lieser meine Pirouetten zu drehen. Da hätte bestimmt der ein oder andere sich auf die Stufen gesetzt und mir zugeschaut. Aber dafür war es nicht kalt genug, nur am Rand war unser schönes Flüsschen zugefroren. Na ja, dann habe ich eben von der Brücke aus die Enten gefüttert und mit den Passanten, die die gleiche Idee hatten, ein Schwätzchen gehalten. Auch wenn es wegen der Kälte nicht allzu viele waren.

Und in der kommenden Woche soll ja das Wetter besser werden, dann sind wieder mehr Leute unterwegs. Denen kann ich dann von meiner Blumen-Odyssee erzählen.