Kein Vorbild aus Berlin

Kolumne Wilbert : Kein Vorbild aus Berlin

Also, das nenne ich mal eine Punktlandung. Wenn wir hier in unserem schönen Städtchen die allseits beliebte Säubrennerkirmes feiern, hat, so hab ich’s diese Woche erzählt bekommen, ein langjähriges Projekt endlich sein Ende gefunden.

Nein, damit meine ich nicht die Dauerbaustelle des neuen Flughafens in Berlin, sondern das Schloss Lieser.

Wenn dem wirklich so ist, können die Gäste unserer Kirmes ja auch dorthin ausweichen, wenn sie in unserer schönen Stadt kein Plätzchen zum Übernachten finden sollten. Ich biete auch, gegen Geld versteht sich, einen Shuttle-Service an für die (wie ich vermute) gut betuchten Gäste: In Wilberts Wagen zum adeligen Schlafen, lautet dann mein Slogan. Oder so ähnlich.

Ich hoffe ja nur, dass unser neues Hotel in Wittlich nicht so lange braucht, bis es eröffnet. Wenn Ihr mich fragt, sollte das alles flitz-flott über die Bühne gehen oder ganz schnell den Heldentod sterben. So’n Rumgeeiere wie in Berlin beim Flughafen kann ich in unserer schönen Stadt nämlich nicht gebrauchen. Das haben wir ja grade auch so ähnlich beim Kino. Erst sollte es in der Vorweihnachtszeit eröffnen (das wäre eines der schönsten Weihnachtsgeschenke gewesen, die ich je bekommen habe), jetzt heißt es Frühjahr. Wenn Ihr mich fragt, steht aber auch das noch in den Sternen. Am Ende sind wir froh, wenn es Weihnachten 2020 so weit ist. Und dann, dann ist da noch das Schwimmbad, das wird ja auch noch neu gebaut. Hoffentlich hat das nicht so viel Verzögerung wie der Bau des BER. Wenn wir hier noch länger als die geplanten drei Jahre auf unser Bad verzichten müssen und keine Abkühlung im kühlen Nass finden, habe ich Angst, dass die Gemüter heißlaufen.

Aber erst einmal mache ich mir darüber keine Gedanken, denn ich bin schon im Kirmesfieber. Ab dem 21. August bin ich wieder ansprechbar.

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