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Wilbert
Keine Chance für Lissbert

FOTO: TV / Werhan, Michael
Lange habe ich versucht, diesen Schritt zu verhindern. Doch die Zeit verlangt auch von mir, über den Wittlicher Tellerrand zu schauen. Wer mich kennt der weiß, dass ich wohl einer der – ach streicht das „einer“ – tiefsten Säubrennerpatrioten bin.

Doch unser Landkreis wird in diesem Jahr ein halbes Jahrhundert alt, und da habe ich mir ein ganz besonderes Geschenk für ausnahmslos alle Bürger überlegt: Ab sofort werde ich nicht nur zur Stadt an der Lieser meine Meinung sagen. Auch die Mosel und der Hunsrück werden nicht länger verschont. Da mein Blick jedoch bislang nicht wirklich über die Grenzen der Stadt hinausging, kannte ich eine gewisse „Liss“ bislang nicht. Das scheint eine Frau zu sein, die an gleicher Stelle Woche für Woche ihre Meinung über den Hunsrück sagt.

Könnt ihr euch das vorstellen? Ich konnte es erst mal nicht, habe ich mich selbst davon überzeugen müssen – und bin begeistert. Das ist ja wirklich ein weiblicher Wilbert. Unfassbar.

Liegt also auf der Hand, dass Liss und ich zusammenarbeiten werden. Sie freitags, ich samstags. Jeder behält seinen eigenen Platz. Eine Fusion à la Landkreis stand zur Debatte. Die Idee des „Lissbert“ wurde allerdings verworfen. Des häuslichen Friedens wegen. Denn es es kann nur eine Frau in meinem Leben geben. Sagt zumindest meine Gattin Wilma. Na, wenn sie das sagt. Doch keine Angst, mein Fokus bleibt in der Stadt mit W. Denn wenn es von einer Sache nur eine geben kann, dann ist das die Heimat.