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Kolumne Wilbert: Schnattern statt schwimmen

Kolumne Wilbert : Schnattern statt schwimmen

Diese Woche hat mich meine Wilma dazu überredet, mit ihr und ihren Freundinnen ins Vitelliusbad zu gehen. „Bewegung tut gut,  auch dir“, hat sie gesagt – in einem Ton, der keine Widerrede zulässt. Die Männer unter Ihnen kennen das bestimmt. Also: Tasche gepackt und mit.

Im Schwimmbad dann das übliche Geschnatter der Damen um Wilma, während ich, immer unter Beobachtung der Gruppe, einsam und fleißig meine Bahnen zog. Doch dann stand  ich plötzlich nicht mehr im Mittelpunkt: Der Grund war ein neuer Badegast. Besser gesagt: eine Frau muslimischen Glaubens, die vollständig bekleidet das Bad betrat, um dort zu schwimmen. Da hätten sie Wilma und ihre Mädels aber mal sehen sollen.

Zuerst sind ihnen fast die Augen ausgefallen, und als das erste Staunen vorüber war, ging das Geschnatter endgültig los. Wie man, oder besser frau, denn in diesem Outfit schwimmen könne? Das würde sich doch so viel mit Wasser vollsaugen, dass man doch sicher schnell untergehe. Und  ob das denn auch hygienisch sei? Sie können sich es ja bestimmt vorstellen.

Mich hat das alles ehrlich gesagt  nicht berührt. Jeder nach seinem Geschmack,  denke ich mir immer. Muss mir ja nicht gefallen. Und ehrlich gesagt: Bei so manchem Besucher des Bads, vor allen Dingen des Freibads im Sommer,  wünschte ich mir, dass sie auch einen solchen Badeanzug trügen. Aber das bleibt jetzt ausnahmsweise unter uns.

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