1. Meinung

Wilbert zu Französisch-Unterricht und Nachfolge von Jogi Löw

Kolumne Wilbert : Zwei neue Job-Perspektiven

Also, wenn ich da so in der Zeitung lese, dass es vielleicht bald keinen Französisch-Unterricht mehr von Muttersprachlern in den Kindergärten geben wird, fällt mir nur eines ein: Nehmt mich als Lehrer.

Nein, natürlich nicht für Französisch, sondern fürs Eifeler Platt. Das kann ich perfekt, zwar nicht in Schrift, aber in Wort. Und das reicht in dem Alter.

Mit Eifeler Platt statt Französisch würde man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe (in dem Fall mit meiner frechen Klappe) schlagen: Die Kinder würden nicht nur die Sprache ihrer Vorfahren lernen, sondern auch direkt ein bisschen was über ihre Heimat.

Vor allem für die Kita-Kinder an der Mosel dürfte mein Eifeler-Platt-Unterricht besonders wertvoll sein, denn das kommt dem Hochdeutsch ja schon näher als der Dialekt da unten im immer nebligen Flusstal.

Der Vorteil meines Wirkens in der Kita wäre auch: Wenn ich Platt-Lehrer in einem Kindergarten bin, klappt’s auch schneller mit meiner Corona-Impfung. Und wenn das nicht funktioniert mit meinem neuen Job, werde ich eben Bundestrainer. Da gibt’s eh keinen besseren.