Wilbert zur Ansiedlung von Kentucky Fried Chicken in Wittlich

Wilbert : Wo Wilma künftig gackern kann

Maju, wenn das hier so weiter geht, weiß auch niemand mehr, wo er was in Wittlich essen soll. Bei der Auswahl. Denn jetzt kommen auch noch die Hühner ins Industriegebiet.

Nein, damit meine ich nicht die Ansiedlung eines Hühnerhofs, sondern das geplante neue Fast-Food-Restaurant (für die, die so was Restaurant nennen) von Kentucky Fried Chicken.

Wenn Sie mich fragen, ich hab ja schon genug Gegacker zu Hause, wenn meine Wilma bei uns im Esszimmer ihren Mädelsabend ausrichtet. „Wilbert, Du weißt ja, dann herrscht hier Ruhe. Ich will Dich dann nicht hier sehen. Und schon gar nicht hören“, sagt sie dann immer. Ich will die Damen dann auch nicht hören, hab’ aber keine Wahl, wenn ich nicht grade was außer Haus zu tun hab. Das Gegacker ist schlimmer als in Hannes’ Hühnerstall. Aber wenn jetzt dieses Kentucky-Chicken-Dings da kommt – Chicken heißt Hühner, hab ich mir sagen lassen – schick ich die Mädels eben dahin zu ihrem Treffen. Die Begründung? Da sie sich ohnehin anhören wie Hühner und bei meiner Wilma ohnehin die Küche aus meiner Sicht zu oft kalt bleibt, sei das genau der richtige Platz zum Essen, Gackern, Schwadronieren. Und ich hab meine Ruhe in meinem Fernsehsessel und kann sogar hören, was die in der Flimmerkiste grade so erzählen. Ein Traum.