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Meinung
Mit Kreidestimme in Davos

FOTO: TV / Schramm, Johannes
Die Handels-Kriegserklärung ist ausgeblieben. In Davos redete er mit Kreide in der Stimme, ergänzte sein Credo „Amerika zuerst“ um den Hinweis, das bedeute nicht „Amerika allein“. Das ist kein Grund zur Entwarnung. Die emotionale Wucht des Präsidenten ist bei seinem Auftritt deutlich geworden. Die Strafzölle auf spanische Oliven, südkoreanische Waschmaschinen und chinesische Solarpaneele sind ein Warnzeichen. Der Welthandel, da hat Trump recht, muss fair sein. Einige, allen voran China, sind es an vielen Stellen nicht. Nur wird man die Konflikte nicht im Gegeneinander lösen, sondern in Verhandlungen. Die Welthandelsorganisation WTO ist dafür das einzig richtige Forum. Und nicht zuletzt: Nationen, die miteinander handeln, schießen nicht aufeinander. Angela Merkel hat darauf in Davos hingewiesen. Trump nicht.

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