Morbach droht wegen Nachtflügen mit Klage gegen den Hahn

Morbach droht wegen Nachtflügen mit Klage gegen den Hahn

Nach dem Urteil zum Nachtflugverbot in Frankfurt bietet sich der Flughafen Hahn als Ausweichmöglichkeit an. Es gebe Pläne für eine Erweiterung, sagt Hahn-Geschäftsführer Jörg Schumacher. Die Gemeinde Morbach wehrt sich gegen mehr Nachtflüge.

"Wir bekräftigen unser Angebot, Frankfurt zu entlasten und Verkehre zu übernehmen", sagte daraufhin Hahn-Geschäfsführer Jörg Schumacher dem Volksfreund. Es gebe nicht nur freie Kapazitäten auf dem Hunsrück-Flughafen, sondern "fertige Pläne" für eine "Vervierfachung" des gesamten Geschäftes. Gegner des Flughafens auf dem Hahn fordern nach dem Frankfurter Urteil auch ein Nachtflugverbot für den Hahn: "Was für die Menschen im Rhein-Main-Gebiet gilt, muss auch auf für uns im Hunsrück gelten", sagte Christiane Schenk von der Bürgerinitiative gegen Nachtflug auf dem Hahn. Auf dem Hunsrückflughafen ist ein 24-Stunden-Flugbetrieb erlaubt. Zwischen 23 und fünf Uhr starten und landen bis zu sechs Maschinen. Sollte es zu einer Verlagerung von Nachtflügen auf den Hahn kommen, werde man eine Klage dagegen prüfen, sagte Achim Zender (FWG), zweiter Beigeordneter der Gemeinde Morbach.