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MOTORSPORT: Aufstieg dank Ausfall

Eben noch im Beetle, in Kürze schon im Lupo: Der Bleialfer Stefan Michels bleibt zwar der Automarke treu, durch den Sprung in die "Deutsche Tourenwagen Challenge" macht er jedoch einen Karrieresprung.Foto: Marcus Hormes
Eben noch im Beetle, in Kürze schon im Lupo: Der Bleialfer Stefan Michels bleibt zwar der Automarke treu, durch den Sprung in die "Deutsche Tourenwagen Challenge" macht er jedoch einen Karrieresprung.Foto: Marcus Hormes
BLEIALF. (red) Neue Herausforderung für den Bleialfer Stefan Michels. Der 22-jährige Motorsportler bekommt die Chance, sich in der zweithöchsten Klasse der Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft zu bewähren.

VierTage noch, dann beginnt für Stefan Michels ein neues Kapitel inseiner Motorsport-Karriere. Dann setzt sich der 22-Jährige ausBleialf erstmals zum Training hinters Steuer seines VW Lupo. Mit dem Auto startet der Zivildienstleistende am kommenden Wochenende in der Deutschen Tourenwagen Challenge (DTC). Ursprünglich sollte Michels in dieser Saison den Beetle-Cup absolvieren. Doch die Rennserie wurde abgeblasen - eine Chance für Michels, sich in der höher einzustufenden DTC zu profilieren. Sein Förderer Chris Nissen, ehemaliger Pilot in der DTM-Serie, vermittelte ihn in das Rennteam RSG Wolfsburg.

Michels hat die aktuellen Meister im Team

Die DTC ist das Aushängeschild der Rennserie "Beru Top 10". Mit 36 Teilnehmern in zwei Divisionen startet sie am kommenden Wochenende im Motopark Oschersleben in ihre neunte Saison. Aufgeteilt ist sie in zwei Kategorien für Zwei-Liter-Tourenwagen und 1600 ccm-Fahrzeuge. Michels fährt in der 1600-Klasse.

Die acht Meisterschaftsläufe werden in Deutschland und Österreich ausgetragen. Sein Heimspiel hat Michels am 1. Juni auf der Nordschleife des Nürburgrings. Der Lauf in der Eifel wird vor dem 24-Stunden-Rennen gestartet.

Die RSG Wolfsburg geht als Privatteam mit drei Autos an den Start. Neben Michels stellt das Team mit Kai Jordan und Florian Gruber die Deutschen DTC-Meister der Jahre 2001 und 2002. Das Saisonziel ist klar definiert: die Deutsche Meisterschaft 2003 soll es sein.

Für Stefan Michels ist es eine große Herausforderung, mit den zwei Meister-Fahrern ein Team zu bilden. Auch seinem Förderer Chris Nissen will er beweisen, in diesem Team bestehen zu können. "Rückblickend war der Ausfall des Beetle-Cups für mich letztendlich Rennfahrerglück und ein großer Sprung nach vorne in diese anspruchsvolle Meisterschaftsklasse", freut sich Michels.

Sein Rennauto ist mit den Serienautos des Lupo-Cups nicht vergleichbar, die Michels in der vergangenen Saison fuhr. 180 PS und ein Motor, dessen Tourenzähler kurzfristig auch 9000 Umdrehungen erlaubt, sind die Merkmale.

Rennen werden im DSF übertragen

Als Hauptklasse der "Beru Top 10 Sport" stehen der DTC Boxengasse und Boxen zur Verfügung. Dort werden die drei Rennlupos des RSG-Teams durch ein Mechanikerteam auf jede Rennstrecke abgestimmt. Zusätzlich hat Stefan Michels in Bleialf mit Oliver Grunow einen Mechanikermeister von seinem Rennsport begeistert. Er begleitet Michels zu den Rennen und steht ihm als persönlicher Mechaniker zur Verfügung.

Los geht jedes Renn-Wochenende mit zwei freien Trainingssitzungen von je 25 Minuten am Samstag. Das für die Startaufstellung entscheidende Qualifying (30 Minuten) findet am Sonntagmorgen statt. Am gleichen Tag wird um 14 Uhr das erste von zwei Rennen mit einer Länge von 15 Minuten gestartet. Das Ergebnis ist für die Startaufstellung des zweiten Rennens maßgeblich. Das zweite Rennen führt über eine Distanz von 25 Minuten und entscheidet über Sieg, Punkte und Preisgeld.

Die Rennen werden im Deutschen Sportfernsehen live übertragen. Außerdem zeigen das Hessen-Fernsehen, der MDR und der Nachrichtensender n-tv Berichte zur DTC.